3:5 kostet TabellenfĂĽhrung

23. Januar 2012
von Thomas Zöller

TSV Pfungstadt verliert zweites Spiel in Folge – Fehlen von Patrick Thomas spürbar
„Das ist kein Beinbruch, Jungs“, waren die ersten Worte von Dieter Thomas nach der Heimniederlage des TSV Pfungstadt in der Faustball-Bundesliga am Sonntag gegen den TV Öschelbronn. Mit 3:5 (11:4, 11:7, 8:11, 7:11, 11:7, 7:11, 5:11, 9:11) unterlag der TSV den Baden-Württembergern. „Das ist kein Grund, den Kopf hängen zu lassen“, machte der Trainer Mut für die bevorstehenden Aufgaben mit dem Hauptziel deutsche Meisterschaft Mitte März in Stuttgart.
Der Weltmeister von einst spricht aus Erfahrung und zieht gar Positives aus der zweiten Niederlage in Folge. Vor Wochenfrist war die Erfolgsserie (neun Siege) in Stammheim gerissen. „Das ist gutes Training für die deutsche Meisterschaft“, weiß Thomas. Nach dem Ausfall seines von Rückenproblemen geplagten Sohnes Patrick als Schlagmann „muss die Mannschaft nun mehr machen“, fordert der Trainer seine Schützlinge.
Die Hauptlast liegt derweil bei Nick Trinemeier. Der zweite Angreifer ist nach dem Ausfall des National-Schlagmanns Thomas zentrale Figur im Pfungstädter Spiel. Angabe, Angriff, Block und Abwehr – die Aufgabenstellung für Trinemeier, der selbstkritisch Fehler beim blocken erkennt: „Das ist die erste Saison am Block für mich, da kann ich noch einiges lernen.“ Rückendeckung erhält der Interims-Kapitän vom Trainer: „Die Aufgaben sind einfach zu viel für Nick.“
Schlagmann Patrick Thomas fehlt an allen Ecken und Enden. Bruder Sebastian rückt von der Abwehr in den Angriff und unterstützt Trinemeier. Neu in den Abwehrreihen ist Oliver Späth. Der Neuzugang vom Ligakonkurrenten TV Waibstatt gab am Sonntag sein Heimdebüt. „Meinen Einstand habe ich mir schon etwas anderes vorgestellt“, gab der Student nach dem Spiel zu, trotz zweier Niederlagen ist er aber begeistert von der „super Stimmung und dem sehr hohen Niveau in Pfungstadt“.
Dabei waren die Südhessen vielversprechend in die Partie gestartet. Nach zwei gewonnenen Sätzen sah Trinemeier beim Stand von 8:6 im dritten Satz den Knackpunkt: „Ich weiß nicht, was passiert ist. Wir waren am Drücker, ich hätte weiter dran bleiben müssen.“ Nach dem dritten ging auch der vierte Satz an Öschelbronn. Im fünften Satz wechselten sich Trinemeier und Sebastian Thomas in den Angriffsschlägen geschickt ab, die Abwehrreihe stand, und der TSV verbuchte den Satzgewinn. In den nächsten Sätzen machte sich aber der Vorteil der Gäste bemerkbar. „Öschelbronn konnte auf drei Angreifer zurückgreifen“, erklärte Trainer Thomas die Überlegenheit. Gepaart mit Ungenauigkeiten im Zuspiel verlor der TSV letztlich die Begegnung.
Pfungstadt gab mit dem 3:5 die Tabellenspitze an den TV Vaihingen/Enz ab und liegt nun punktgleich (18:4) auf dem zweiten Platz. Das Verfolgertrio mit Stammheim, Ă–schelbronn und Waibstatt ist mit je zehn Minuspunkten bereits abgeschlagen. Pfungstadt kann sich daher weiter beruhigt auf die deutschen Meisterschaften vorbereiten, die Qualifikation ist dem TSV bei drei noch ausstehenden Punktspielen nicht mehr zu nehmen.

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