Besser als der Hessenligist

19. Juli 2010
von Thomas Zöller

Fußball: Viktoria Griesheim verliert das Endspiel um den MERCK-Cup gegen Rotweiß Darmstadt 0:1. Im Finale des Wochenturniers von Rotweiß Darmstadt um den diesjährigen MERCK-Cup standen sich der frischgebackene Hessenliga-Aufsteiger Rotweiß Darmstadt und die heimische Viktoria gegenüber. Der 1:0-Sieg der Gastgeber war mehr als glücklich und nur der Tatsache zu verdanken, dass die Griesheimer derzeit über keine gefährliche Stürmer verfügen, die die gekonnt erarbeitete Überlegenheit auch zahlenmäßig auszudrücken vermögen.
Der neutrale Zuschauer, der beide Teams nicht kannte, hätte getippt mit Sicherheit vermutet dass Griesheim das klassenhöhere Team sei. Dreh- und Angelpunkt war Routinier Martin Schwarz im Mittelfeld. Die zumeist 18-21-jährigen ,,Jungs“ um ihn herum, gewannen fast alle Zweikämpfe, waren über weite Strecken deutlich überlegen und ließen die ,,Roten“ schlecht aussehen. Die. Leistung der Viktoria-Abwehr und auch des Mittelfeldes lässt auf eine gute Saison hoffen. Bei Rotweiß spielten mit Lewis, F. Kalbfleisch, Koll, Walter und Altuntas immerhin fünf ehemalige Jugendspieler der Viktoria.
Der Hessenligist hatte eigentlich nur eine echte Torchance im ganzen Spiel, und das war schon nach sechs Minuten. Eine weite Flanke wähnte die Griesheimer Abwehr schon im Seitenauss, doch ein Darmstädter erreichte auf der Linie noch den Ball, passte zurück zu Torjäger doVale, der zum 1:0 einschoss. Danach wurden die beiden eingesetzten Griesheimer Keeper René Blessing und Felix Meyer kaum einmal ernsthaft geprüft. Aber auch die Rotweiß-Deckung um den überragenden Pinecker stand gut. Noch vor der Halbzeit scheiterten Heiko Dickler und Jean-Marie Starck am glänzend reagierenden Torhüter Breitwieser und Fabian Windeck schoss aus sehr guter Position über das Tor. Auch im zweiten Abschnitt ergaben sich für die weiter sehr engagiert spielenden Griesheimer noch drei-viermal die Gelegenheit zumindest den Ausgleich zu erzielen. Der Junior Marco Fetsch, Schwarz und wiederum Starck konnten gute Chancen nicht verwerten. In der 72. Minute half der bei der Auslegung von ,,Foul oder Nichtfoul“ öfter daneben liegende Schiedsrichter den Gastgebern. Als Dickler wenige Meter vor dem Tor beim Torschuss klar umgestoßen wurde, ließ er weiterspielen. Fazit am Ende: Nicht immer gewinnt im Fußball der Bessere . . .
So hat man nun bei der Viktoria Gelegenheit sich intensiv auf das erste Punktspiel am Samstag beim KSV Klein-Karben vorzubereiten. Die Vorbereitungsspiele (fünf Siege und je ein Remis und Niederlagen) stimmen optimistisch. Trainer Rainer Kolitsch ist jedenfalls zufrieden mit der bisher gezeigten Moral und Spielweise der sehr jungen Mannschaft.
Die 2. Mannschaft der Viktoria absolvierte ein weiteres Testspiel. Mit einem 2:2 gegen die 1. Mannschaft des TSV Eschollbrücken (Kreisliga A) gelang dabei ein Achtungserfolg. Das frühe 0:1 wandelten Kamil Kwiaton und ein Eschollbrücker per Eigentor in eine 2:1-Führung zur Pause um. Danach konnte man keine der allerdings nur noch wenigen Möglichkeiten nutzen und musste noch den allerdings gerechten Ausgleich hinnehmen.

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