Knapp 300 Teilnehmer bei der Premiere des „Pfun-Run“ in Pfungstadt – Alexandra Behrens feiert zwei Siege. Die Resonanz überraschte selbst die Optimisten: „Wir hatten mit etwa 100 Aktiven gerechnet“, sagte Thomas Zöller nach den Wettbewerben. Fast 300 waren am Ende in die Pfungstädter Brauerei gekommen, um am ersten „Pfun-Run“ teilzunehmen, einem Crosslauf auf dem Brauereigelände. „Das hat richtig eingeschlagen“, freute sich der Organisationsleiter des ausrichtenden TuS Griesheim.
Ein Parcours über Bierkästen, zwischen Bierfässern und Transport-Lkw hindurch, Wasser- und Sandhindernisse – vielen Leichtathletikpuristen dürften sich schon bei dem Gedanken an eine solche Veranstaltung die Nackenhaare aufgestellt haben. Doch der Anklang zeigte: Derartige Ideen kann die Traditionssportart ganz gut gebrauchen, um Aufmerksamkeit zu erregen oder neue Akzente zu setzen.
Zudem waren die Leistungen ansprechend. Der Darmstädter Student Björn Kuttich (Offenbach LC) lief auf der Langstrecke der Männer über 6000 Meter nach 20:46 Minuten 13 Sekunden vor Matthias Aust (Skills Frankfurt) ins Ziel. Mit Sebastian Dehmer, Triathlon-Olympiastarter 2004, folgte auf Rang drei in 21:05 Minuten der erste von drei Läufern aus dem Pfungstädter-Team.
Ernst nahm den Wettkampf auch Alexandra Behrens (ASC Darmstadt), die sich während der vier Runden für die Frauen (4000 m) mehrfach nach der Konkurrenz umschaute, um am Ende jedoch ungefährdet den Sieg zu holen (14:59). „Das war richtig anstrengend, hat aber auch richtig Spaß gemacht“, lautete ihr Fazit. „Ich komme auf jeden Fall wieder.“ Wie viel Freude sie an dem Wettkampftag hatte, zeigte alleine die Tatsache, dass sie am Sonntag zweimal an den Start ging und auch über 2000 m in 7:36 Minuten erfolgreich war.
Auf insgesamt vier Starts kam Aust, der sich noch den Sieg im 1000-m-Rennen sicherte (2:55), ĂĽber 4000 m Zweiter wurde (13:07) und mit der Staffel nur knapp den Sieg verpasste. Hier setzte sich ĂĽber 3×1000 m das Brauereiteam mit Till Hoffmann, Michael Obst und Sebastian Dehmer nach 9:16,6 Minuten mit nur zwei Zehntelsekunden Vorsprung auf dem Zielstrich gegen das Frankfurt Trio durch.
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