Neue Strecke mit Start und Ziel im Bürgerpark – Anmeldungen für den 6. September 2009 bereits möglich.
Braucht Darmstadt wirklich einen Marathon? Diese Frage bewegte nach der Premiere Anfang September im Rahmen des Sparkassen-Marathons 2008 die hiesige Läuferszene. Und so unterschiedlich die Meinungen waren, so eindeutig und kurz ist die Antwort von Wilfried Raatz (Niedernhausen), dem Sportlichen Leiter des Erstlings: „Ja“.
Bereits kurz nach der diesjährigen Veranstaltung mit Start vor und Ziel im Hochschulstadion sei die Entscheidung gefallen, es nicht bei der Premiere zu belassen. „Wir hatten sehr viel positive Rückmeldung von Seiten der Läufer, aber auch der Sponsoren“, so Raatz.
Dennoch weiß er, dass sein Vorhaben riskant ist. Denn es gibt noch keinen Titel- oder Hauptsponsor, der wie 2008 die Sparkasse Darmstadt die Hauptlast der Kosten trägt. Und die ist nicht gering. Mit bis zu 500 000 Euro beziffert Raatz den Bedarf an Finanz- und Sachleistungen für die Veranstaltung.
Doch auch ohne konkrete finanzielle Zusagen ist sich der erfahrene Veranstaltungsorganisator sicher, dass bis zum Startschuss am 6. September 2009 alle Kosten gedeckt sein werden. „Wir stecken in vielen guten Verhandlungen. Und auch wenn es noch eine harte Nuss ist, sind wir optimistisch.“ Wie sicher man sich im Organisationsteam ist, vermittelt die Tatsache, dass bereits ein Marathonbüro in Darmstadt bezogen wurde und damit schon jetzt erhebliche, auch finanzielle, Vorleistungen nötig sind. „Es wäre falsch, jetzt noch zu warten“, erklärt Wilfried Raatz, „denn ansonsten ist es gelaufen und wir können den Zeitplan einfach nicht einhalten.“
Dieser sieht vor, dass bis Ende Januar die neue Strecke genehmigt ist. In dieser Woche haben Polizei und Straßenverkehrsbehörde den Kurs abgenickt, nun fehlen noch die Zustimmungen öffentlicher Behörden wie dem Ordnungsamt sowie der Heag. Denn auch wenn es kein reiner Stadt-Marathon wird, die Auswirkungen auf den Straßen- und öffentlichen Nahverkehr werden nicht unerheblich sein, weil einige längere Streckenabschnitte durch die Innenstadt führen.
So ist neben der erneuten Einbeziehung von Rosenhöhe, Oberfeld sowie der angrenzenden Waldgebiete eine Passage der Mathildenhöhe ebenso vorgesehen wie die des neuen Kongresszentrums „Darmstadtium“ und des Herrngartens.
„Attraktiver kann man Darmstadt kaum noch durchlaufen“, urteilt Raatz über die Strecke. Die wird zwar auch wieder einige Steigungen enthalten, ist im Vergleich zum Vorjahr, als der Kurs vor allem im Westwald um das Hochschulstadion führte, jedoch deutlich flacher geworden. Raatz: „Wir wollen bewusst keinen reinen Stadtmarathon. Das ist auch eine Reaktion auf die Resonanz der Läufer, denen die Waldpassagen gut gefallen haben.“
Auf der Internetseite www.darmstadt-laeuft.de ist die zurzeit noch kostenreduzierte Anmeldung für den Darmstadt-Marathon 2009 bereits möglich, die ersten Teilnehmer sind auch schon namentlich erfasst. Über 6300 sollen es am Ende werden, dann wäre zumindest die Vorjahreszahl erreicht. Die Läufer werden sich auf drei Wettbewerbe verteilen, denn neben der klassischen Langdistanz von 42,195 Kilometern werden auch der Halbmarathon (21,0975 km) sowie eine Staffel mit vier Teilnehmern angeboten.












