Die GĂ€ste waren einfach besser

10. MĂ€rz 2014
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Hessenliga: Viktoria verliert Lokalderby 0:2 gegen Rotweiß Darmstadt

Wer ist unter den rund 300 sĂŒdhessischen Fußballvereinen derzeit die Nr. 2 (hinter den ,,Lilien“)? Diese Frage beantwortete Rotweiß Darmstadt am Samstag mit einem eindeutig herausgespielten 2:0-Sieg im Viktoria-Stadion. Die zuletzt schwĂ€chelnden ,,Roten“ aus der HeimstĂ€ttensiedlung waren im richtigen Moment wieder topfit, lieferten in allen Mannschaftsteilen eine ĂŒberzeugende Leistung ab, wĂ€hrend Griesheim von Anfang bis Ende nicht ins Spiel kam. Kein Vergleich mit der eine Woche zuvor beim 2:1-Sieg in Vellmar gezeigten Leistung. AuswĂ€rts ist das Viktoria-Team einfach stĂ€rker, weil man da nicht das Spiel machen muss.
Das Dilemma begann nach drei Minuten. Die Viktoria-Abwehr war schon beim ersten DarmstĂ€dter Angriff nicht im Bilde. Der etwas herausragende Japaner Ryo Kato schoss einen zunĂ€chst von TorhĂŒter RenĂ© Blessing abgewehrten Ball zum 1:0 ein, was den Gegner aufbaute und die Griesheimer verunsicherte. Rotweiß, das zumeist ĂŒber die linke Seite kam, schien in der Folge immer einen Schritt schneller am Ball, spielte aggressiver und dominierte, ohne jedoch zunĂ€chst die gut stehende Griesheimer Abwehr um ,,Chef“ Fabian Windeck bei einigen gefĂ€hrlichen Situationen ĂŒberwinden zu können. Erst nach einer halben Stunde hatte die Viktoria zwei-drei Möglichkeiten zum Ausgleich zu kommen. Ein Kopfball von Kevin Jung aus drei Metern ging genau auf den TorhĂŒter. GlĂŒck fĂŒr die ,,Roten“ bei einem Beinahe-Eigentor und als Dominique Jourdan knapp vorbei köpfte. Das wars dann auch schon bei der Griesheimer Offensive. Nach 38 Minuten die Vorentscheidung: Fabian Walter unterlief ein Stellungsfehler etwa 40 Meter vor dem Tor. Nguyen lief allein davon und platzierte den Ball unhaltbar ins lange Eck zum 2:0.
Nach der Pause brachte Trainer Holger Kurth die OffensivkrĂ€fte Dominik Lewis, Lukas Görlich und Yannik Brehm fĂŒr Jung, Walter und Ömer Dursun. Bei Rotweiß kam der Ex-Griesheimer Florian Muhl, der kurz vor Schluss eine ,,100-prozentige“ Torchance versiebte. Die Mannschaft der Viktoria, bemĂŒht noch eine Wende zu schaffen, verzeichnete nun ein leichtes Übergewicht, Rotweiß-TorhĂŒter Levent Vanli konnte sich nun mehrfach auszeichnen, wobei vor allem von Lewis die meiste Gefahr ausging. Alles in allem waren die Aktionen der Heimischen aber einfach nicht zwingend genug, um noch den Anschlusstreffer zu erzwingen. Zudem waren die Griesheimer ab der 78. Minute nur noch zu zehnt und in Unterzahl. Nach einer gelben Karte legte sich Routinier Martin Schwarz mit dem Schiedsrichter an und sah die zusĂ€tzliche Rote Karte, was sicher nicht unbedingt notwendig war.
Viktoria-Trainer Kurth: ,,Wir wollten ein frĂŒhes Gegentor vermeiden, was nicht gelang. Danach fanden wir einfach nicht mehr ins Spiel, vor allem in der Offensive gelang wenig gegen die hellwachen Rot-Weißen. Der Sieg der DarmstĂ€dter ging in Ordnung“.
Schade, dass es gegen Rotweiß nicht zu einem Punkterfolg reichte. Das wĂ€re unbedingt notwendig gewesen. Es folgen nĂ€mlich nun drei ganz schwere AuswĂ€rtsspiele in HĂŒnfeld, Eschborn und Stadtallendorf . . . aber AuswĂ€rts ist man ja stĂ€rker. er
Es spielten: Blessing – Hinterschied, Windeck, Yourdan, Walter (46. Görlich) – Dursun (59. Lewis), Schwarz, Starck, Bilgin – Jung (46. Brehm), Klug.
Schiedsrichter: Klein (Offenbach) – lag bei fast allen Entscheidungen richtig
Zuschauer: 300
Tore: 0:1 Kato (3.), 0:2 Nguyen (38.)
Tormöglichkeiten: Griesheim 5, Darmstadt 8
Gelb-rote Karte: Schwarz (75.)
Gelbe Karten: Griesheim 5 (Walter, Hinterschied, Starck, Görlich, Schwarz); Darmstadt 2. er

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