“Wir sind gerüstet. Inwieweit wir in unseren Rhythmus kommen, werden die nächsten Spiele zeigen.” Mit diesen Worten sondiert Viktoria Griesheims Trainer Rainer Kolitsch die Lage seines Clubs vor dem 22. Spieltag der Fußball-Verbandsliga, der am kommenden Sonntag das Restprogramm nach der nun abgelaufenen Winterpause einläutet. Die Griesheimer empfangen als Tabellendritter am kommenden Sonntag (Anstoß 14.30 Uhr) den FC Langen, der aktuell auf dem ersten Abstiegsplatz steht. Im Hinspiel gelang der Viktoria ein 4:1-Erfolg, auswärts hat langen erst einen einzigen Sieg (und vier Unentschieden) errungen – eigentlich gute Vorzeichen für einen neuerlichen Sieg. Zudem zeigte sich Kolitschs Mannschaft am vergangenen Dienstag beim 2:0-Erfolg gegen den Hessenligisten Viktoria Urberach in Form. Da sollte eigentlich alles andere als ein Sieg eine Enttäuschung sein. Doch genau vor dieser Haltung warnt Kolitsch: “Es darf keine Arroganz oder Leichtfertigkeit geben. Wenn wir die gegen Langen an den Tag legen, werden wir mit Sicherheit Probleme bekommen.” Und der Trainer weiß, wovon er spricht: Im Testspiel gegen den Gruppenligisten Germania Pfungstadt setzte es nach einem unkonzentrierten Auftritt eine 2:4-Niederlage. Und in den letzten vier Spielen in der Liga holte die Viktoria nur einen Punkt. Da ist Arroganz sicher fehl am Platz.
“Ich möchte nicht von einem Angstgegner reden, aber Bad Vilbel hat unbestreitbar Qualität”, sagt Rot-Weiß Darmstadts Trainer Stephan Adam vor dem Gastspiel beim FV (Anstoß um 16 Uhr). Während die Darmstädter in den letzten Saisons ihre Auswärtsspiele in Bad Vilbel gewonnen haben, ist ihnen das “Debakel” (Adam) aus dem Heimspiel in der letzten Spielrunde noch gegenwärtig. Die 1:4-Niederlage machte alle Hoffnungen auf den möglichen Aufstieg in die Hessenliga zunichte. Dieses Ziel hat der aktuelle Spitzenreiter weiterhin im Blick, und alles andere als ein Sieg in Bad Vilbel würde diese Vorgabe konterkarieren. Aktuell steht Adam mit der Vereinsführung in Vertragsverhandlungen. Momentan macht er seine Trainer-A-Lizenz und käme daher auch für höherklassige Vereine in Frage. Wichtig ist ihm, trotz aller Unmutsbekundungen aus Teilen des Umfelds in der Vergangenheit, zu betonen, dass die Zusammenarbeit mit dem Sportlichen Leiter Jörg Hettich stets gut funktionierte: “Er ist immer ein Unterstützer und einer, der zu hundert Prozent zu mir und der Mannschaft steht.”
Das dritte Spitzenteam aus dem hiesigen Fußballbezirk mit 42 Punkten ist der FCA Darmstadt, der am Sonntag (14.30 Uhr) bei Kickers Obertshausen gastiert. “Wir haben gegen Würges 2:1 gewonnen, damit war ich sehr zufrieden”, lobt Trainer Richard Hasa die Vorstellung gegen den Hessenligisten. “Wenn wir die Leistung auch in der Liga abrufen, bin ich sehr optimistisch”, so Hasa weiter.
Der FC Alsbach sieht seinem Heimspiel gegen die Spvgg Neu-Isenburg nach dem 4:1-Erfolg gegen die Spvgg Griesheim ebenfalls optimistisch entgegen. “Es wird zwar kein Selbstläufer, aber das Selbstvertrauen ist da. Wir zeigen Willen”, meint Trainer Harald Exner.
“Kalbach ist zu Hause eine kleine Macht”, erinnert sich Dirk Wolf, Coach des SV Darmstadt 98 II, an die 0:5-Niederlage seines letzten Teams beim derzeitigen Tabellen-Vorletzten. “Wir werden aus einer stabilen Abwehr heraus spielen, um nicht ins offene Messer zu laufen”, kündigt Wolf an.












