Ein Unvergessliches Erlebnis

17. Februar 2011
von

RSC Darmstadt Eishockey Nachwuchs Team vertritt Darmstadt in Kanada

Mit einem reichen Erfahrungsschatz kehrte die Eishockey-Knabenmannschaft des RSC Darmstadt aus dem Kanadischen Kelowna/British Columbia am 1.2.11 heim.
Bei den dortigen Children’s Winter Games wurde im Mutterland des Eishockeys erstmalig auch ein Turnier im schnellsten Mannschaftssport der Welt ausgetragen. Die Darmstädter Delegation, bestehend aus 19 Spielern, vier Trainern und Betreuern sowie 10 Eltern waren die einzigen deutschen Vertreter. Außer einem Team aus Innsbruck waren ansonsten nur noch kanadische Teams am Start. Und die zeigten es den Europäern, wie Eishockey in Nordamerika zelebriert wird.
Dass es dabei zu Lehrstunden für die Jungs um das Trainergespann Volkan Toptaner und Thiemo Hamm kommen würde, wurde schnell klar. Gerade bei den Kanadiern handelte es sich um einige der stärksten Teams des Landes in dieser Altersgruppe bis 15 Jahre. Auch zwei reine Hockey-Internate aus Windsor/Ontario und Kelowna waren am Start. Der Leistungsunterschied war so groß, dass den Darmstädter Spielern in vier Spielen nur ein eigenes Tor bei 63 Gegentreffern gelang! Zwar versuchten die Darmstädter in allen Spielen ihr Möglichstes, doch die Kanadier schufen mit schnellen Toren früh Fakten. Und obwohl die deutlich überlegenen Gastgeber überaus behutsam mit den Darmstädtern umgingen und weitestgehend auf Körpereinsatz verzichteten, hatten die Hessen niemals eine wirkliche Chance. Somit bekamen besonders die beiden Darmstädter Goalies Tim Schaumann und Marc Adam häufig die Möglichkeit, sich auszuzeichnen, wenn die Kanadier mal wieder ihre Vorderleute überrannt hatten.
Doch neben dem sportlichen Aspekt hatten die Veranstalter der Children’s Games besonders auch den kulturellen Austausch und die Völkerverständigung im Blick gehabt.
So konnten sich die 700 jungen Sportler aus 17 Nationen und vier Kontinenten in dem eigens für die Dauer der Spiele eingerichteten Konferenzzentrum treffen, wovon auch rege Gebrauch gemacht wurde. Und dort waren die Darmstädter wieder eine der Attraktionen, denn besonders bei den gastgebenden Kanadiern kam der olympische Gedanke, den besonders unser Team verfolgte, unglaublich gut an. Welches Team würde schon für vier deftige Niederlagen eine Reise von 10.000 Kilometern auf sich nehmen? Selbst das Kanadische Fernsehen zeigte für diese Form des Einsatzes großes Interesse in Form einiger Interviews. Und auch sonst waren die Darmstädter, die immer gut an ihren einheitlichen Trainingsanzügen zu erkennen waren, eine kleine Sensation. „Welcome to Kelowna, nice to have you here!“ oder ein einfaches „great effort“ waren Ausdruck der überwältigenden Gastfreundschaft und auch des Respekts gegenüber der Leistung, sich als Außenseiter so weit weg von Deutschland auf ein sportliches Abenteuer einzulassen.
Somit blieb nicht nur sportlich die Einsicht, dass es gerade im Eishockey noch viel Nachholbedarf gibt, sonder es wurden auch viele Freundschaften geschlossen, die dank moderner Kommunikationsmittel und Internet sicher noch lange Bestand haben dürften.

(RSC Darmstadt)

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