Durch die 1:0-Siege von Rot-Weiß Darmstadt (gegen Kickers Obertshausen) und FCA Darmstadt (gegen FC Alsbach) verkürzten beide Verfolger den Rückstand auf Fußball-Verbandsliga-Spitzenreiter Viktoria Griesheim (1:1 bei SG Bruchköbel) auf vier Punkte. Der SV Darmstadt 98 II holte nach dem ersten Auswärtssieg in Bad Vilbel einen weiteren Auswärtszähler beim 1:1 in Oberrad. Alsbach fiel durch die Niederlage auf Abstiegs-Relegationsplatz 14 zurück.
FCA Darmstadt – FC Alsbach 1:0 (1:0). Vom Ergebnis her blieben bei den Gastgebern keine Wünsche offen. „Es macht mir, und sicher auch den Fußball-Fans rund um Darmstadt, viel Spaß, dass drei Mannschaften aus dem Bezirk in der Tabelle oben stehen“, hatte Richard Hasa vergangene Woche formuliert und hinzu gefügt: „Und das soll noch möglichst lange so bleiben.“ Vorerst tut es das auch, der Trainer des FCA bleibt nach dem Sieg mit seiner Mannschaft Tabellendritter und verkürzte den Rückstand auf Spitzenreiter Viktoria Griesheim auf vier Punkte.
Beim FC Alsbach dagegen sieht es immer dĂĽsterer aus: Seit sieben Spielen haben die Bergsträßer nicht mehr gewonnen und sind endgĂĽltig in der Abstiegszone (Relegationsplatz 14) angekommen. Hätten Cengiz Gencer (89./Pfosten) oder Tim Heyse (90./scheitert an FCA-Torwart Marco Reichel) getroffen, hätte die Partie einen nicht einmal unverdienten Ausgang gefunden- So aber bleib es beim einzigen Tor durch Thorsten Helfmann (26.), der nach Pass von Hosseini entscheidend einköpfte. Zum Schluss wurde die Partie hektisch, woran der in einigen Situationen ziemlich kleinlich pfeifende Schiedrichter Sandro Sale aus Langstadt nicht ganz unbeteiligt war. Timo Seitz’ (Alsbach) Rote Karte nach grobem Foulspiel war sicher berechtigt, die Gelb-Roten Hinausstellungen gegen Florian Bernecker (74./Darmstadt) und Fatih Dilek (88./Alsbach) jedoch durch mehr FingerspitzengefĂĽhl vermeidbar. Hasa war’s letztlich egal. Der Sieg sei „klar verdient“ gewesen, und hätte seine Mannschaft ein zweites Tor nachgelegt, „wäre sicher auch mehr Ruhe im Spiel gewesen.“
Von Ruhe kann beim FC Alsbach aufgrund der derzeitigen Tabellensituation kaum die Rede sein. „Im Moment ist der Wurm drin, es fehlt einfach die Durchschlagskraft“, fasste Kapitän Stephan Lerch das zusammen, was die rund einhundert Zuschauer neunzig Minuten lang beobachten konnten. Besserung vermag möglicherweise bereits im kommenden Heimspiel gegen den FC Langen einzutreten. Dann soll der Kunstrasenplatz fertig und die Trainingsmisere mit den ständigen Ausweichmanövern endlich behoben sein. Lerch: „Es bleibt zu hoffen, dass mit dem neuen Platz auch die Motivation wieder größer wird und wir bis zur Winterpause noch ein paar Punkte sammeln.“
Rot-WeiĂź Darmstadt – Kickers Obertshausen 1:0 (0:0). Nach der 0:4-Niederlage gegen SF Seligenstadt wollten die Gäste beweisen, dass sie zu mehr fähig sind – was gelang: Obertshausen bot kämpferisch und läuferisch eine gute Vorstellung. „Wir sind kaum ins Spiel gekommen, die haben uns ernorm unter Druck gesetzt“, zollte Darmstadts Sportlicher Leiter Jörg Hettich der Vorstellung der Gäste Respekt. Es gab nur wenige Torchancen: Die erste vergab Robin Frisch in der 22. Minute, drei Minuten später parierte RW-Schlussmann Thorsten Breitwieser einen FreistoĂź von Obertshausens Miguele Piarulli. Marco Koll gab mit seiner vergebenen GroĂźchance den Auftakt fĂĽr die beste Phase der Rot-WeiĂźen, die mit dem entscheidenden Treffer durch Felix Kalbfleisch ihren Höhepunkt hatte. Obertshausen ging in der letzten Viertelstunde – Darmstadts war durch die Gelb-Rote Karte gegen Kapitän Dominik Lohrer (80.) dezimiert – noch einmal in die Offensive und scheiterte mit der besten Möglichkeit durch Philip Op de Hipt (90.).
SG Bruchköbel – Viktoria Griesheim 1:1 (0:0). „In der ersten Halbzeit haben sich beide Mannschaften aneinander die Zähne ausgebissen“, berichtete Bruchköbels Sprecher Tim Protzmann. Nach einem Ausrutscher von Bruchköbels Abwehrspieler Michele Pascarella vollendete Adam Michalceznia (63.) nach Doppelpass mit Oliver Nedic mit dem Führungstor für Griesheim. Bruchköbel brachte drei neue Spieler und damit mehr Betrieb in die Offensive und glich per Foulelfmeter durch Alexander Schunck (75.) aus. „Das Ergebnis geht in Ordnung“, meinte Viktoria-Trainer Rainer Kolitsch.
Spvgg Oberrad – SV Darmstadt 98 II 1:1 (0:0). Auf dem ungewohnten Hartplatz erspielten sich die Achtundneunziger kaum Torchancen. Robin Schreiners Parade gegen Oberrads Goalgetter Maximilian Büge in der 38. Minute war im Grunde der einzige Höhepunkt der ersten Halbzeit. Nachdem Serhat Özdemir (57.) die beste Chance der Gäste an den Pfosten gesetzt hatte, fiel der Führungstreffer für Oberrad durch Tolga Kocak (58.). Muharrem Reka (70.) vergab knapp für die Lilien, Büge (72.) für die Gastgeber. Eine schöne Ballstafette zwischen Niklas Kessler, Marco Sadeghi, Özdemir und Kevin Jung in der 84. Minute schloss letzterer zum verdienten Ausgleich ab.
Stenogramme:
FCA Darmstadt – Alsbach 1:0
FCA Darmstadt: Reichel – Kluin, Repp, Müller, Remmers – Klöber, Weiland (70. Burbach), Hunsicker, Bernecker – Hosseini (80. Holstein), Helfmann.
FC Alsbach: Schneider – Heyse, Seitz, Lerch, Peter – Ehmig, Horst, Wendel, Betz (64. Gencer), Sözer (64. Fricker) – Hess.
Schiedsrichter: Sale (Langstadt). Tor: 1:0 Helfmann (26.). Gelb-Rote Karte: Bernecker (74./Darmstadt), Dilek (88./Alsbach). Rote Karte: Seitz (80./Alsbach). Zuschauer: 100.
RW Darmstadt – Obertshausen 1:0
RW Darmstadt: Breitwieser – Bick, Yildiz, Kalbfleisch, Frisch – Lohrer, Felter, Koll (72. Dukas), Hübner – Funk (74. Nuzzo), Do Vale Lopez (89. Scherf).
Schiedsrichter: Wahl (Laufdorf). Tor: 1:0 Kalbfleisch (57.). Gelb-Rote Karte: Lohrer (80./Darmstadt). Zuschauer: 200.
Bruchköbel – Griesheim 1:1
Viktoria Griesheim: Pauer – Schulte, Windeck, Dickler, Greindl – Schwarz, Hinze (75. Müller), Nedic (70. Kwiaton), Starck (85. Carlon) – Michalczenia, Caylak.
Schiedsrichter: Schwarz (Schwalbach). Tore: 0:1 Michalczenia (63.), 1:1 Schunck (75.). Zuschauer: 140.
Oberrad – Darmstadt 98 II 1:1
SV Darmstadt 98 II: Schreiner – Schork, Schwab, Walther, Malcherowitz – Chaatouf (78. Sadeghi), Jung, Kessler, Reka, Muca – Özdemir.
Schiedsrichter: Frohnapfel (Welkers). Tore: 1:0 Kocak (58.), 1:1 Jung (84.). Zuschauer: 100.











