Gutklassiges Verbandsligaspiel

6. September 2010
von Thomas Zöller

Viktoria Griesheim gewinnt gegen Seligenstadt mit 2:1 und etabliert sich im oberen Tabellendrittel. Nach der Niederlage in Bensheim startete die Viktoria gegen Seligenstadt mit zwei Änderungen in der Anfangsformation. Für Dantse spielte Jonas Kalbfleisch in der Innenverteidigung neben Fabian Windeck und für Behmüller begann diesmal der 19-jährige Lukas Görlich. Beide machten ihre Sache unterschiedlich gut – Kalbfleisch spielte gut, hatte aber manchmal Abstimmunsprobleme mit Windeck. Luki Görlich machte in der Spitze ,,Musik!, war immer wieder hoch anspielbar, leitete gut die Bälle weiter und gefiel mit Schnelligkeit und gutem Zweikampfverhalten.
Die erste Gelegenheit hatte Heiko Dickler, der eine schöne Flanke volley ans Außennetz jagte – da fehlt nicht viel! Da sich der Tabellenfünfte aus Seligenstadt nicht versteckte, entwickelte sich ein offenes Spiel, mit Chancen hüben wie drüben. So in der 12. Minute, als Seligenstadt über rechts kam, ein Mittelfeldspieler den Ball mit der Hacke liegen ließ, der Stürmer aufs lange Eck zielte, doch Dickler klärte ohne Mühe. Im Gegenzug das 1:0 für die Heimischen. Einen Abstoß von Torhüter Meyer, der schnell durchs Mittelfeld gespielt wurde, erreichte Jean-Marie Starck, der unwiderstehlich zwei Mann des Gegners düpierte und aus 20 Metern flach unten traf. Torhüter Michael Pauer, in der vergangenen Saison noch ein Viktorianer, war ohne Chance. Die Gäste zeigten sich davon keineswegs geschockt und spielten weiter mutig nach vorne. So nach 19 Minuten, als ein Stürmer völlig frei zum Kopfball kam, aber das Tor knapp verfehlte. Seligenstadt blieb auch bei Standards gefährlich. Innerhalb 180 Sekunden gab es zwei Ecken und einen Freistoß, wobei Marco Fetsch einmal auf der Linie klärte und ein anschließender Freistoß haarscharf über die Latte ging. Hier hatte die Viktoria Glück, dass nichts Zählbares für den Gegner dabei heraus kam. Griesheim spielte auch weiter engagiert nach vorn und hatte auch einige Chancen, die aber allesamt nicht zwingend genug waren. Die Schlussphase der ersten Halbzeit ging wieder an Seligenstadt. Zunächst klärte Meyer bei einem Freistoß bravourös, dann hatte er Glück, dass eine ,,100-prozentige“ Chance (43.) bei einem Kopfball ungenutzt blieb.
Beide Mannschaften kamen unverändert aus der Kabine. Wieder Chancen auf beiden Seiten. Zunächst eine verunglückte Rückgabe in Form einer Bodenlampe auf Pauer, die sich gefährlich in lange, obere Eck senkte, aber sehr gut vom Ex-Griesheimer geklärt werden konnte (52.). Eine Minte später knallte der junge Fetsch einen Freistoß, den Pauer nur mit Mühe mit beiden Fäusten entschärfen konnte. Auf der Gegenseite fiel nach 57 Minuten der Ausgleich. Cheron setzte sich auf Außen durch und traf mit einem Bombenschuss ins lange Eck. Seligenstadt zeigte sich nun zielstrebiger mit mehr Ballbesitz. So dauerte es bis zur 69. Minute, ehe Fetsch, der beste Griesheimer Spieler an diesem Tag, sich ein Herz nahm und aus 25 Metern mit links abzog. Der Ball drehte sich leicht nach außen und schlug unhaltbar im oberen Winkel ein. Mit nachlassenden Kräften wurde nun das Spiel etwas ruhiger. In der Schlussphase kamen noch Kwiaton für Rupp und Muhl für Dickler sowie Dantse für den immens gelaufenen Starck. Griesheim ließ sich das wichtige 2:1 auch in der dreiminütigen Nachspielzeit nicht mehr streitig machen.
Mit diesem Sieg behält die Mannschaft Anschluss an die Führungsspitze, die derzeit (sensationell) vom FC Alsbach angeführt wird. Hoffnungsvoll blickt man auf das nächste Spiel, das auch wieder zuhause, aber bereits am Samstag, gegen den Aufsteiger TSG Usingen stattfindet.
Es spielten: Meyer – Finger, Kalbfleisch, Windeck, Greindl – Dickler (77. Muhl), Schwarz, Fetsch, Starck (83. Dantse), – Görlich, Rupp (71. Kwiaton)
Schiedsrichter: Wach (Hattersheim) – teilweise mit fragwürdigen Entscheidungen
Zuschauer: 100
Tore: Starck (13.), 1:1 Cheron (57.), 2:1 Fetsch (69.)
Tormöglichkeiten: Griesheim 6, Seligenstadt 8
Gelbe Karten: Griesheim 1 (Görlich), Seligenstadt 1

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