Angesichts des Trubels im Zusammenhang mit dem Spitzenderby zwischen Viktoria Griesheim und Rot-Weiß Darmstadt (0:2) geriet der 2:1-Sieg des FCA Darmstadt bei Spvgg Neu-Isenburg beinahe gänzlich in den Hintergrund. Dabei haben die Arheilger den Abstand auf Spitzenreiter Griesheim ebenfalls auf sechs Punkte verkürzt und wollen in den restlichen drei Partien bis zur Winterpause „punkten, um oben dran zu bleiben“, wie Trainer Richard Hasa sagt. Am 5. Dezember, dem letzten Spieltag vor der Winterpause, empfängt der FCA die Viktoria zum vielleicht richtungsweisenden Derby. Noch ist das jedoch reine Zukunftsmusik, denn erst einmal haben die Arheilger am kommenden Sonntag den FC Alsbach zu Gast. „Die brauchen bis Weihnachten noch ein paar Punkte“, weist Hasa auf die Situation des Tabellen-Dreizehnten hin, der in den letzten sechs Spielen lediglich zwei Zähler holte. Allerdings fügt er hinzu: „Aber die Punkte brauchen wir auch. Es macht mir sehr große Freude, und sicher auch den Fußball-Fans rund um Darmstadt, dass drei Vereine aus dem Bezirk an der Tabellenspitze der Verbandsliga stehen. Und das soll noch möglichst lange so bleiben.“
Rot-Weiß Darmstadt will laut Trainer Stephan Adam die 2:4-Niederlage gegen Kickers Obertshausen aus dem Hinspiel „wieder gut machen. Wir haben uns da eine Halbzeit lang sehr gut angestellt und zweimal geführt, dann aber eine Halbzeit lang naiv gespielt und verloren.“ Auch wenn Obertshausen mit der 0:4-Klatsche gegen SF Seligenstadt im Kopf wohl eher vorsichtig-defensiv spielen wird, hält Adam das Match gegen den Tabellen-Achten für eine „lösbare Aufgabe. Wir wollen an unseren temporeichen Fußball vom vergangenen Sonntag anknüpfen“, so Adam.
Viktoria Griesheims Trainer Rainer Kolitsch gibt sich nach der Niederlage gegen Rot-Weiß eher gelassen. Dagegen habe sich seine Mannschaft eher geärgert – „über die hypernervöse Art, wie sie sich präsentiert hat und über ihre Angst, die ziemlich gelähmt hat.“ Womöglich habe die Niederlage aber auch positive Anteile. Kolitsch: „Wir sind dadurch vielleicht ein Stück in die Normalität zurück gekehrt. Wir stehen immer noch sehr gut da und es gibt keinen Grund, dass wir uns übermäßig Gedanken machen.“ Entsprechend selbstbewusst soll auch die Partie bei SG Bruchköbel (Hinspiel: 3:0 für Griesheim) angegangen werden.
Das dritte von vier Auswärtsspielen in Folge bestreitet der SV Darmstadt 98 II am Sonntag bei Spvgg Oberrad. Seit dem 27. September (5:1 gegen SG Bruchköbel) hatten die Darmstädter nicht mehr gewonnen, um am vergangenen Sonntag beim FV Bad Vilbel den ersten Auswärtssieg (1:0) der Saison einzufahren. „Die Lage ist nach wie vor kritisch“, meint Trainer Dirk Wolf angesichts der Tatsache, dass sein Team nur drei Punkte von der Abstiegszone trennen. „Ich hoffe, dass die Jungs gemerkt haben, dass sie auch auswärts etwas holen können, wenn sie mit dem nötigen Selbstbewusstein ins Spiel gehen.“ Und dies soll auch in Oberrad gelingen. Schließlich ist dort auch die 0:2-Niederlage vom Hinspiel wettzumachen.











