Heimisches Trio sammelt Erfahrung

8. März 2010
von Thomas Zöller

Schneegestöber und schwere Strecke bei deutschen Cross-Meisterschaften. Die Strecke hat den Namen Cross wirklich verdient”, urteilte nicht nur die frischgebackene Deutsche Meisterin Sabrina Mockenhaupt vom Kölner Verein für Marathon nach ihrem siebten nationalen Crosstitel. ,,Das war schon sehr anspruchsvoll”, fasste auch Heiko Schmitt vom TV Trebur seine Eindrücke von den deutschen Crosstitelkämpfen in Stockach am Bodensee zusammen.

Teilweise bei Schneegestöber kämpften sich die Läuferinnen und Läufer durch das aufgeweichte und mit einer Schneeschicht überzogene Wiesengeläuf. Rund 30 Meter Höhenunterschied pro Runde sowie platzierte Strohballen sorgten zudem für einen stetigen Rhythmuswechsel.

Von ,,Crossmeisterschaften bei Vancouver-Bedingungen” sprach DLV-Disziplintrainer Detlef Uhlemann in Anspielung auf die vor kurzem zu Ende gegangenen Olympischen Winterspiele in Kanada. Und auch andere Szenekenner konnten sich kaum an solche äußeren Bedingungen bei einer Cross-DM, wie sie in Stockach herrschten, erinnern. Aus der Region war letztendlich auch nur ein kleines Aufgebot von drei Athleten in die 17 000-Einwohner-Stadt gereist. Neben Marko Arthofer und dessen Trainer Heiko Schmitt komplettierte der Groß-Gerauer Moritz Hillesheim das Trio.

Hillesheim sorgte mit Rang 37 auf der Männer-Mittelstrecke auch für das beste Resultat, wenngleich sich der Athlet des TV Waldstraße Wiesbaden etwas mehr erhofft hatte. Mit nicht ganz einer Minute Rückstand auf den Deutschen Meister Carsten Schlangen von der LG Nord Berlin landete Moritz Hillesheim auf dem 3,4-km-Kurs jedoch in der ersten Hälfte der 78 Teilnehmer.

,,Um eine Erfahrung reicher” sei indessen Marko Arthofer, zog Heiko Schmitt nach dem 8,5-km-Rennen seines Schützlings in der Juniorenklasse und Platz 38. Bilanz. ,,Er ist am Anfang vielleicht etwas forsch angegangen”, formulierte es der Treburer vorsichtig. Arthofer war ungefähr bis zur Hälfte der ersten von fünf Runden in der Spitzengruppe und bezahlte danach fleißig Lehrgeld.

An der Spitze spielte der Friedrichshafener Richard Ringer einen gewissen Heimvorteil aus und setzte sich sieben Tage nach seinem 21. Geburtstag gegen Musa Roba-Kinkal (TV Wattenscheid) durch. Schmitt selbst kam im 5,9-km-Wettbewerb der Altersklasse M 45 auf Rang 30.

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