Irregulärer Treffer entscheidend

19. Oktober 2015
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Hessenliga: Viktoria Griesheim verliert  beim FC Bayern Alzenau 1:2 Nur zwei Minuten fehlten der Viktoria noch, um in Alzenau zu einem weiteren Erfolg zu kommen, denn ein Unentschieden beim dortigen FC Bayern kann man durchaus als einen Erfolg ansehen. So verhalf den Platzherren in der 89. Minute eine mehr als fragwürdige Schiedsrichter-Entscheidung noch zum 2:1-Siegtor und die Griesheimer, die erneut eine sehr engagierte und starke Leistung geboten hatten, wurden für ihre starke Leistung leider nicht belohnt.

Das Pech begann schon nach sechs Minuten, als ein fulminanter Schuss von Fabian Walter von der Lattenunterkante zurücksprang. Drei Minuten später hieß es stattdessen 1:0 für den FC Bayern. Im Anschluss an einen Eckball, der zu kurz abgewehrt wurde, stand Alzenaus Nr. 3 am hinteren Pfosten und schoss freistehend ein. In der Folge entwickelte sich eine schnelle und kampfbetonte Partie auf Hessenliga-Niveau mit guten Kombinationen und der einen oder anderen Tormöglichkeit, die aber letztlich die gut stehenden Abwehrreihen und Torhüter zu verhindern wussten. Bei einem Foul an Kevin Olali konnte sich der Schiri nicht für einen Strafstoß entscheiden. Yannik Brehm traf wieder nur die Latte. Jean-Marie Starck zielte zweimal nicht genau genug.

Vier Minuten nach der Pause zerrte Alzenaus Spielertrainer Seitz Markus Marbe in aussichtsreicher Position am Trikot und der Unparteiische deutete auf den Punkt im Alzenauer Strafraum. Spielertrainer Angelo Barletta verlud den Alzenauer Keeper und erzielte per Elfmeter den verdienten Ausgleich. Beide Mannschaften wollten den Sieg und fighteten entsprechend.

Als man sich schon allerseits mit einem (gerechten) Remis vertraut machte, passierte es doch noch. Viktoria-Torhüter René Blessing, der vorher einige Mal das Alzenauer Führungstor verhindert hatte, fing einen hohen Ball ab und wollte den Ball abschlagen. Nach der Version von Blessing schlug ihm Steigerwald, einer der nach vorn beorderten Alzenauer Abwehrspieler, nun den Ball aus den Händen, der Ball war plötzlich wieder frei und der Alzenauer schob ihn ins leere Tor. Eine sehr unsportliche Angelegenheit. Der nicht weit weg vom Tatort stehende Schiedsrichter hatte das offensichtlich auch nicht genau gesehen und zog seinen noch 40 Meter weiter entfernten (!)  Linienrichter zu Rate, der auf ,,Tor“ entschied. Der soll es besser gesehen haben und hatte nun den ,,Schwarzen Peter“! Es kann zu einem turbulenten Finale. Die Viktoria setzte in den fünf Minuten Nachspielzeit noch einmal alles auf eine Karte, doch auch der verdiente eine Punkt war weg.

In der Pressekonferenz resümierten Angelo Barletta und Jochen Seitz, in jüngeren Jahren Profis, und jetzt Spielertrainer bei ihren Klubs. Sie sprachen von einem guten Spiel. Barletta war vor allem mit der ersten Halbzeit sehr zufrieden, wo man sehr dominant gespielt habe. Der Mannschaft könne man keinen Vorwurf machen, sie habe äußerst unglücklich operiert. Man weiß es leider nicht erst seit jetzt, dass Schiedsrichter Spiele entscheiden können. Alzenaus Coach Seitz bescheinigte Griesheim hohes spielerisches Potenzial und insgesamt sei es ein Superspiel auf hohem Niveau gewesen. Die heikle Situation, die zum 2:1 führte, hatte er nicht genau gesehen. Die drei Punkte seien für seine bis dahin auf den Abstiegsrängen stehende Mannschaft äußerst wichtig gewesen. –

Im nächsten Hessenliga-Spiel hat die Viktoria am  kommenden Samstag den derzeitigen starken Tabellenvierten TSV Fulda-Lehnerz zu Gast,

Es spielten: Blessing – Marbe, Barletta, Walter, Weisenborn – Brehm, Jourdan, Schiffmann, Calabrese – Starck (79. Demir), Olali (77. Seidel)

Schiedsrichter: Rau (Nidderau) – durchschnittliche Leistung bis zur äußerst fragwürdigen Entscheidung mit der Anerkennung des Tores zum 1:2.

Zuschauer: 200

Tore: 1:0 Fritscher (9.), 1:1 Barletta (50., Foulelfmeter), 2:1 Steigerwald (88.)

Tormöglichkeiten: Alzenau 7, Griesheim 4

Gelbe Karten: Alzenau 2, Griesheim 2 (Starck, Marbe)                             er

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