Kantersieg und Krimi
Unterschiedlicher hätte der 12. Spieltag für die beiden Darmstädter Drittligisten nicht verlaufen können. Während am Samstag KSG Darmstadt mit einem Kantersieg (5693:5436) gegen SG Kelsterbach glänzte, entschied bei der SG Arheilgen am Sonntag erst der letzte Wurf über Sieg oder Niederlage. Letzlich rettete Iris Geider „mit einem Neuner“ den Darmstädterinnen den 2567:2563 Erfolg über die Kegelfreunde Obernburg.
Der Tabellenletzte entpuppte sich als ebenbürdiger Kontrahent. Hatten die Arheilgerinnen gegen die bislang punktlosen Bayern „eigentlich kein spannendes Spiel erwartet. Wir wurden jedoch schnell vom Gegenteil überzeugt“, schildert die Matchwinnerin den Krimi.
Bereits in der Startpaarung mussten Sabine Schwarz (431) und Elvira Bökelmann (415) einen Rückstand von sieben Kegeln einstecken. Auch in der Mittelpaarung ging es spannend weiter. Birgit Hauck (416) und Stephanie Rikal (425) holten auf und übergaben sechs Zähler Vorsprung an die Schlussformation.
Die Obernburger Ulrike Kempf legte stark los und erzielte insgesamt 449 Kegel. Iris Geider konnte mit der Tagesbestleistung von 454 Kegeln dagegen halten. Auch Monika Stein (426) hielt mit. Mit dem finalen Wurf räumte die Mannschaftsführerin ab – alle Kegel fielen. Nervenstark machte Routinier Geider den Sieg klar. Die SGA klettert nach dem Zittersieg auf den zweiten Tabellenplatz.
Den Sprung ins Mittelfeld schaffte KSG Darmstadt. „Revanche eindrucksvoll gelungen“, freuen sich die Sportkegler vom Orpheum, die die schmerzliche Ein-Holz Niederlage aus dem Hinrundenspiel vergessen ließen. Die konsequente Einstellung von Trainer Rainer Aulbach fruchtete. „Von Anfang an haben wir das Heft in die Hand genommen“, schildert Uwe Seibert. Die Startpaarung Andreas Schmitt (948) und Carsten Sünner (972) bot Christian Seip (997), dem derzeitigen Top-Scorer der Liga, Paroli.
Danach folgte die Sternstunde von Srecko Vidakovic. Der 29-jährige knackte die 1000er-Marke – 1004 Leistungspunkte erhöhten das Darmstädter Konto. Partner Michael Lieb kegelte 902 Punkte. Die Schlusspaarung mit Uwe Seibert (974) und Thorsten Thiede (890) gewann den Vergleich. Der Mannschaftsführer analysiert den überlegenen Erfolg: „3761:3606 Punkte in die Vollen und 1932:1830 Punkte im Abräumen.“
„Endlich ist der Knoten geplatzt“, heißt es aus dem Lager von SKG Gräfenhausen. „Mit einer geschlossenen und starken Mannschaftsleistung konnten wir endlich die lange Niederlagenserie beenden.“ Leitragender war im Hessenligaderby SKC Höchst, die im Heimspiel mit 5086:5186 unterlagen. Gräfenhausen behält trotz des Sieges die rote Laterne. „Aber es besteht weiterhin die Hoffnung auf Rettung“, gibt sich die SKG zuversichtlich.
„Endlich mal wieder ein Sieg“, stimmen auch die Frauen ein. Die Mannschaft punktete gegen TuS Rüsselsheim mit 2526:2466 und hält damit Anschluss an das Mittelfeld.
Nach dem Sieg gegen RG Goldbach steht die Spielgemeinschaft Ober-Ramstadt/Groß-Zimmern weiterhin an der Tabellenspitze. Beim 5587:5553 bestach Peter Beck mit 997 Leistungspunkten. Aufsteiger TuS/SKC Griesheim verlor indes in Bad Soden-Salmünster mit 5260:5405.

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