Keine Chance gegen Buchonia

2. November 2015
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Hessenliga: Viktoria Griesheim verliert in Flieden 0:2 – Drei rote und neun gelbe KartenDritte Niederlage in Folge für die Viktoria und der schöne Vorsprung zu den Nichtabstiegsplätzen schmilzt, obwohl man immer noch Platz 8 in der Tabelle einnimmt.

Die Griesheimer trafen diesmal auf einen Gegner, der ihnen vom Anfang bis zum Ende und in jeder Beziehung ĂĽberlegen war und verdient gewann.

Trainer Angelo Barletta hat derzeit den Luxus über drei gleichstarke Torhüter verfügen verfügen zu können und gab diesmal Levent Vanli den Vorzug gegenüber René Blessing, der bisher in allen Punktespielen eingesetzt war. Das war aber nicht entscheidend. Die Ursachen lagen woanders: Im Mittelfeld hatten die Gastgeber, mit toller Kampfmoral ausgerüstet, ein klares Plus. Sie waren einfach motivierter und fast immer einen Schritt schneller am Ball. Im Angriff fehlte es an Anspielstationen, der sogenannte ,,Sturm“ war nur ein laues Lüftchen und vermochte so gut wie keine echte Chance herauszuspielen.

Es war schon einiges Glück für die Viktoria, dass man torlos in die Pause ging. Die Abwehr um Spielertrainer Barletta war noch bester Mannschaftsteil und man hatte Glück, dass Flieden zu viele Chancen liegen ließ. So rettete Torhüter Vanli dreimal mit glänzenden Reaktionen, als Gästespieler allein vor ihm auftauchten und er hatte Glück, dass ein strammer Schuss an den Innenpfosten ihm in die Arme flog.

Nach Wiederbeginn keine Änderung der Griesheimer Spielweise. Die Gastgeber hatten ihnen längst schon den Schneid abgekauft. Es spricht nicht für die Offensivleute im Viktoria-Team, dass Abwehrchef Barletta, wenn er mal nach vorne ging, noch gefährlichster Spieler war. Ja und dann begannen die ,,Kartenspiele“ des jungen Unparteiischen aus dem Raum Kassel. Drei rote und neun gelbe Karten lassen vermuten, dass es eine einzige ,,Holzerei“ war.  Doch dem war nicht so. Die Karten waren zum Teil überzogen, eine Ermahnung oder Belehrung hätte auch gereicht.

Nachdem die Gastgeber wieder zwei sehr gute Möglichkeiten versemmelt hatten, nach 70 Minuten das überfällige 1:0 für Flieden. Es war mit einem Superpass  auf die Nr. 9, Julian Ankert,  herrlich vorbereitet und nicht zu vermeiden. Dann sah zunächst ein Fliedener in der 75.  Minute die Rote Karte und neun Minuten später auch der Viktorianer Dominik Jourdan, einer der wenigen Aktivposten an diesem Tag.  Jourdan wird gesperrt und in den nächsten Spielen sicher fehlen. Die Gastgeber setzten in der vorletzten Spielminute noch einen drauf. Torjäger Fabian Schaub hämmerte einen Freistoß aus annähernd 30 Metern in die unterste Ecke zum 2:0. In der Schlussminute sah auch noch Sören Marbe, der zuvor schon einmal ,,gelb“ gesehen hatte, die Ampelkarte und wird auch für ein Spiel gesperrt sein.

In der Pressekonferenz beschönigte Trainer Barletta nichts. Sein kurzes Statement: Flieden war spielerisch, kämpferisch und läuferisch klar die bessere Mannschaft und verdienter Sieger. Fliedens Coach Meik Voll, der vor dem Spiel die Parole ausgegeben hatte: ,,Verlieren verboten“, lobte vor allem die gute Mannschaftsleistung seines Teams, der Sieg sei hochverdient und angesichts der Tabellenlage sehr wichtig. Der Schiri kam auch beim ihm nicht so gut weg.

Bei der Viktoria geht es nun weiter bereits am Freitagabend mit einem Spiel beim 1. FC Eschborn bei Frankfurt.

Es spielten: Vanli – Auer, Barletta, Walter, Weisenborn (66. Marbe) – Brehm, Jourdan, Firat, Schiffmann (82. Stork) – Starck (37. Demir), Olali

Schiedsrichter: Kliebe (Hessisch Lichtenau) – Es fehlt dem jungen Mann noch viel an Fingerspitzengefühl. An seiner ,,Neutralität“ gab es aber keine Zweifel, denn er verhängte die 12 Karten je zur Hälfte an beide Klubs.

Zuschauer: 300

Tore: 1:0 Ankert (70.), 2:0 Schaub (89.)

Tormöglichkeiten: Flieden 8, Griesheim 1

Rote Karten: Heil, Flieden (75.), Jourdan, Griesheim (84.)

Gelb-Rote Karte: Marbe, Griesheim (90.)

Gelbe Karten: Flieden 5, Griesheim 4                                   er

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