Herbe 0:6 Niederlage von RSC Darmstadt gegen Walsum.
“Enttäuschend! Nicht nur dass, sondern wie wir verloren haben”. Dieter Frommann musste nach dem Spiel gegen Walsum erstmal ein paar Minuten für sich sein und auch Alex Klein war die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Beim 0:6 gegen die Roten Teufel vermissten die Trainer vor allem den Siegeswillen bei ihrem Team. Dass dann bei zahlreichen Pfostenschüssen auch noch Pech hinzukam, sahen sie nur als einen Faktor am Rande.
Die Gäste wirkten von Anfang an hellwach und hoch motiviert. Aus einer kompakten Abwehr heraus starteten sie immer wieder gefährliche Angriffe, von denen nach sieben Minuten bereits zwei den Weg ins RSC-Tor gefunden hatten. Die Gegenwehr der Krokodile hielt sich erstaunlicher Weise in Grenzen und nach einem weiteren Tor der Gäste stand es zur Pause 3:0. Erst nach dem Wiederanpfiff kam etwas mehr Leben ins Darmstädter Spiel. Die Angriffe blieben jedoch stets in der Walsumer Defensive stecken oder scheiterten an Torhüter Wahlen. In der Abwehr ergaben sich wiederum Löcher, von denen Kulossek in der 27. Minute eins zum 4:0 nutzte. Die Angriffe der Hessen wurden schließlich immer wütender. Sie versuchten es mit der Brechstange, mit Schüssen von nah und fern, aber das Walsumer Tor blieb vernagelt. Wenn ein Ball den Weg durch die Abwehr und am Torhüter vorbei fand, was in dieser Phase gar nicht so selten der Fall war, fehlten die entscheidenden Zentimeter und es ertönte immer wieder der enttäuschende Klang des Pfostenschusses. In den letzten 10 Minuten des Spiels zeigten die Hausherren schließlilch den Kampfgeist, den sie vorher vermissen ließen. Es half jedoch nichts mehr. Ein verschossener Penalty war sinnbildlich für die Darmstädter Pechsträhne und Walsum konnte das Ergebnis noch auf 6:0 ausbauen.
Dieter Frommann fasst seinen Eindruck vom Spiel zusammen: “Natürlich kann man mal das Tor nicht treffen oder Fehlpässe spielen. Aber wir haben über weite Strecken keinen Siegeswillen ausgestrahlt. Wenn man vorne rein will, muss man mit Druck umgehen können und zeigen, dass man gewinnen will. Walsum hat kein Überspiel gezeigt. Sie haben die einfachen Dinge gemacht und die aber gut. Uns ist das bisher nur phasenweise gegen Cronenberg und Recklinghausen gelungen.”
Es spielten: Nico Schröter (Tor), Moritz Warmbier (Tor), Henning Naumann, Philip Wagner, Max Hack, Pedro Fragoso, Micael Barreto, Fabian Schröter, Jonas Rohmert, Marvin Stoffle
Natalie Uhl











