Drittligist in Hainstadt mit Glück und Können obenauf – Gräfenhausen schöpft nach Erfolg in Riederwald Mut. Nach dem denkwürdigen Spiel der vergangenen Saison zwischen KSG Darmstadt und KSC Hainstadt – die Darmstädter Sportkegler verloren damals mit einem erstligareifen Ergebnis von 5969:5977 – drehte die Mannschaft vom Orpheum am Samstag den Spieß um. Das Team von Trainer Rainer Aulbach gewann am 13. Spieltag der Dritten Bundesliga Nord überraschend in Hainstadt, Ortsteil von Hainburg/Kreis Offenbach, mit 5803:5789.
,,Auch in dieser Saison wurde es wieder ein super spannendes Spiel mit klasse Ergebnissen”, berichtet Darmstadts Mannschaftsführer Uwe Seibert. In der Anfangsformation glänzte Hainstadts Alex Ankert mit 1062 Kegel. Die Gäste hielten mit Andi Schmitt (1005) und Carsten Sünner (979) den Rückstand bei 37 Holz. Im Mittelpaar verfehlte Michael Lieb zwar die 900er Marke um einen Punkt. Jedoch war auf Partner Srecko Vidakovic Verlass. Beim derzeit beständigsten KSG-ler fielen 996 Kegel. Zudem zeigte das gegnerische Duo Nerven. Der Rückstand wandelte sich in ein Polster von 62 Punkten. ,,Wer jetzt glaubte, das Spiel sei gelaufen, sah sich getäuscht”, kommentierte Seibert die spannende Schlusspaarung. Der Hainstädter Thomas Sinnß forderte mit 1003 Punkten Darmstadts Kapitän. ,,Ich musste zusehen, nicht zuviel an Boden zu verlieren”, sagte Seibert. ,,Mit einem bisschen Glück und Können gelang es.” Mitspieler Thorsten Thiede (968) gab nur einen Punkt ab, und so feierten die Südhessen den dritten Sieg in Folge, mit dem sie nun auf Rang fünf und nur noch zwei Punkte hinter dem Tabellenzweiten rangieren.
Auch bei SKG Gräfenhausen läuft es. Letzte Woche zündete das Hessenliga-Schlusslicht beim Auswärtssieg gegen SKC Höchst ,,ein Fünkchen der Hoffnung, dem Abstieg doch noch zu entgehen”. Nun folgte gegen EK Riederwald der nächste Streich. Mit dem 5231:5011 rückte Gräfenhausen bis auf zwei Pluspunkte an die Frankfurter heran. ,,Aus dem Fünkchen wurde jetzt eine kleine Flamme”, hoffen die SKG-Kegler auf den Ligaverbleib. Nach dem 5222:5420 in Wiesbaden gehört Höchst ebenfalls zu den gefährdeten Teams. Hingegen rangiert Aufsteiger TuS/SKC Griesheim nach dem überraschenden Heimsieg (5255:5220) gegen Spitzenreiter SG Ober-Ramstadt/Groß-Zimmern im gesicherten Mittelfeld.
Nach der Niederlage in Riedstadt (2409:2454) stecken die Frauen von SKG Gräfenhausen mitten im Abstiegskampf.













