Kurzfristige VerĂ€nderungen im Topfeld des Dresdner Kleinwort Frankfurt Marathon Renndirektor Jo Schindler: âEin neuer Streckenrekord bleibt das Zielâ
Der Dresdner Kleinwort Frankfurt Marathon ist mit einer weiteren verletzungsbedingten Absage konfrontiert worden. Nach Susanne Hahn (im Training umgeknickt), Claudia Dreher (gesundheitliche GrĂŒnde, Ă€rztliches Startverbot) und Alexander Lubina (ErmĂŒdungsbruch) hat nun der kenianische ToplĂ€ufer Rodgers Rop seine Teilnahme am Ă€ltesten deutschen Stadtmarathon am 26. Oktober 2008 absagen mĂŒssen. Der 32-jĂ€hrige Boston- und New York-Sieger des Jahres 2002 hatte aufgrund einer Knieverletzung bereits seinen Start als Tempomacher beim Berlin-Marathon (28. September) fĂŒr Weltrekordhalter Haile Gebrselassie zurĂŒckgezogen; nun reichte es auch fĂŒr Frankfurt nicht mehr. âWir haben bis zuletzt auf Rodgers Rop gehofft, um ihn erstmals dem laufsportbegeisterten Frankfurter Zuschauern prĂ€sentieren zu könnenâ, sagt der Sportliche Leiter Christoph Kopp. âWir bedauern seine Absage und hoffen mit ihm auf das nĂ€chste Jahr.â Rop hat Kopp seine Entscheidung persönlich mitgeteilt und um VerstĂ€ndnis gebeten. âIch möchte nicht nach 2:20 Stunden ins Ziel kommen. Das ist nicht mein Anspruch und nicht der von Frankfurtâ, so der enttĂ€uschte Kenianer. Die Einladung fĂŒr das kommende Jahr nahm er gerne an.
Den GenesungswĂŒnschen schlieĂt sich natĂŒrlich auch Renndirektor Jo Schindler an, blickt aber direkt nach vorne zur 27. Auflage des Ă€ltesten deutschen Stadtmarathons am nĂ€chsten Sonntag. Der Startschuss erfolgt um 10 Uhr. âUnser Elitefeld ist so ausgeglichen besetzt wie noch nie. Die Verbesserung des Streckenrekords von Wilfred Kigen aus dem Vorjahr ist nach wie vor unser Ziel.â AnwĂ€rter auf eine Zeit unterhalb der Kursbestzeit von 2:07:58 Stunden sind William Kiplagat (Kenia/2:06:50), der schnellste gemeldete LĂ€ufer in der Historie des Frankfurter Rennens, Benjamin Maiyo (Kenia/Bestzeit 2:07:09) und der 28-jĂ€hrige Aufsteiger Benson Barus (Kenia/2:08:34). Barus glĂ€nzte zuletzt vor knapp vier Wochen beim Halbmarathon in Udine mit persönlichem Rekord (59:41 Minuten) und rĂŒckte damit auf Rang neun der Jahresweltbestenliste vor. âDiese Zeit ist schon einmal eine ĂŒberragende Vorgabeâ, sagt Schindler. Mit Stephen Kiogora (Kenia/2:09:21) und Vincent Kipsos (Kenia/2:06:52) kommen zwei weitere schnelle Laufprofis aus Kenia.
Erheblich aufgestockt wurden in diesem Jahr zudem die Preisgelder des Dresdner Kleinwort Frankfurt Marathon. LĂ€uft der Sieger unter 2:07 Stunden, verdient er in der Banken- und Börsenmetropole insgesamt 95.000 Euro; bei den Frauen muss fĂŒr diesen Betrag eine Zielzeit unter 2:22:30 Stunden erreicht werden. Die AttraktivitĂ€t der Traditionsveranstaltung unterstreicht die kurzfristige Zusage des nationalen Marathonmeisters und vorjĂ€hrigen Jahresbesten des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV), Martin Beckmann von der LG Leinfelden-Echterdingen. Beckmann gewann den Titel am 4. Mai 2008 in Mainz (2:18:28), die DLV-Liste 2007 fĂŒhrt er mit 2:15:22 Stunden an. HĂ€rtester Konkurrent von Beckmann aus nationaler Sicht ist der MarathondebĂŒtant AndrĂ© PollmĂ€cher (LAC Chemnitz), der in Frankfurt in Richtung der nationalen WM-Norm von 2:13 Stunden laufen möchte.
Website des Frankfurt Marathon
Uwe Martin












