Der schnellste Manager des Dresdner Kleinwort Marathon Frankfurt ist gefunden. Die neue Sonderwertung âMarathon Managerâ im Rahmen des Ă€ltesten deutschen Stadtmarathons hat Matthias Jegodtka gewonnen. Bei der Premiere der von der Business Performance Academy (BPA) aus Heidelberg initiierten Wertung, bei der ausschlieĂlich FĂŒhrungskrĂ€fte aus der deutschen Wirtschaft startberechtigt waren, siegte der selbststĂ€ndige AntiquitĂ€tenhĂ€ndler aus Neuss mit einer Zeit von 2:28:18 Stunden.Zweiter wurde der 37 Jahre alte Managing Consultant bei Hewlett Packard, Carsten Wenzek aus Hanau-Rodenbach (2:29:56), vor Marco Diehl (Head Capital Market & Banking/ Citibank/ 2:31:13).
Zur schnellsten Managerin kĂŒrte sich Ulrike Hoeltz aus Karlsruhe. Die 48-JĂ€hrige absolvierte die 42,195 Kilometer in 3:02:44 Stunden vor Ulla Chwalisz (3:23:58/Feuerbach) sowie Mandy Sammet (3:26:27/DVAG Marathon-Team).
Matthias Jegodtka hatte nicht nur die Konkurrenz, sondern auch sich selbst ĂŒberrascht. In 2:28:18 Stunden unterbot er seine bisherige persönliche Bestzeit um vier Minuten, was auf diesem Niveau ein gewaltiger Sprung ist. Dabei ist der 33-JĂ€hrige fast noch ein Langstreckennovize – in Frankfurt lief er erst seinen vierten Marathon ĂŒberhaupt. âIch habe vor vier Jahren mit dem Langstreckenlaufen angefangen, vorher habe ich nur viel FuĂball gespielt.â FĂŒr seinen ersten Marathon hatte er noch 3:30 Stunden benötigt. Als er immer
schneller wurde, hob er sein Trainingspensum auf ein professionelles Niveau – soweit der Beruf das zulieĂ. âIn der Vorbereitung auf Frankfurt bin ich 160 bis 180 Kilometer in der Woche gelaufen. Diesmal wollte ich schon unter die ersten drei laufen. Dass ich gewonnen habe, war mir im Ziel noch gar nicht klar. Ich habe aber auch gemerkt, dass ich noch nicht an meiner Grenze angekommen bin – eigentlich unglaublichâ, sagte Jegodtka.
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Die SiegprĂ€mie im Wert von 15.000 Euro beinhaltet neben der kostenlosen Teilnahme am kompletten Leadership-Programm der BPA auch alle Kosten zur Teilnahme am Dubai-Marathon am 16. Januar 2009, bei dem der Ăthiopier Haile Gebrselassie seinen eigenen Weltrekord unterbieten will. âDort möchte ich natĂŒrlich auf jeden Fall hinfahrenâ, sagte Jegodtka, âfalls meine Frau es zulĂ€sst.â
Auch die Siegerin der Frauenwertung, Ulrike Hoeltz, wird zum Dubai-Marathon fliegen. Die Gesamtsumme der SiegprÀmien liegt bei 60.000 Euro.
Marco Diehl, der im Vorfeld als Favorit auf den Sieg galt, sah sich selbst nur bedingt in dieser Rolle: âMit 13 MarathonlĂ€ufen in diesem Jahr war es eine lange Saison, auĂerdem quĂ€lten mich seit dem FrĂŒhjahr muskulĂ€re Probleme, deshalb geht der dritte Platz völlig in Ordnung.â Mit der Frankfurt-Siegerin Sabrina Mockenhaupt konnte er zwar nicht wie geplant bis ins Ziel laufen, aber immerhin âdie ersten elf, zwölf Kilometer mithaltenâ. Doch nach der HĂ€lfte der Strecke war ihm klar, dass es nicht zum Sieg reichen wĂŒrde, als der spĂ€ter Zweitplatzierte Carsten Wenzek âmit wahnsinnigem Speedâ an ihm vorbeizog. Trotzdem war Diehl von der neuen Sonderwertung Marathon Manager begeistert: âDas ist mehr als eine PR-Geschichte. Wir Banker stehen momentan ja sehr in der Kritik. Da finde ich es sehr gut, wenn man sieht, dass wir nicht alle dem Klischee entsprechen. Auf der Strecke sind alle gleich, da kann man sich nicht hinter seinem Titel verstecken.â Zudem sieht Diehl beim Marathonlauf viele Analogien zu seinem Berufsalltag. âEs ist wie bei der Projektarbeit; von der Zielsetzung ĂŒber lange Durststrecken bis zur Umsetzung und dem anschlieĂenden Assessment.â
Gut angekommen ist der Marathon Manager auch bei durchschnittlichen LĂ€ufern wie Dr. Michael Spreng von der IT-Beratung Cirquent, der nach dreieinhalb Stunden ins Ziel kam. âZuerst dachte ich: Warum brauchen wir Manager eine eigene Wertung? Aber als ich den Service gesehen habe, dass wir mit dem Marathon Manager Club eine eigene Lounge haben mit Verpflegung, fand ich das schon sehr gut.â Ein Tenor, in den auch Renndirektor Jo Schindler einstimmte: âDie neue Sonderwertung ist fĂŒr die gesamte Veranstaltung ein weiterer Schritt nach vorne und stĂ€rkt zudem den Banken- und Finanzplatz Frankfurt.â
Zum DebĂŒt des Marathon Manager zog Hans M. Verheijke, Chairman der Business Performance Academy und Initiator des Wettbewerbs, eine sehr positive Bilanz. âDie Premiere des Marathon Manager ist ein groĂer Erfolg. Mit 322 Teilnehmern aus dem oberen und mittleren Management ist die Resonanz gröĂer als wir alle gehofft hattenâ, sagte Verheijke. FĂŒr die Zukunft des Marathon Manager hat Verheijke groĂe PlĂ€ne. âWir wollen die Sonderwertung als bundesweite Institution etablieren. In fĂŒnf Jahren möchten wir mehr als tausend Teilnehmer begrĂŒĂen können.â Die Business Performance Academy ist zuversichtlich, dass dies gelingt. Aus einer Untersuchung im Vorfeld des Dresdner Kleinwort Frankfurt Marathons weiĂ Verheijke, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen beruflichem Erfolg und persönlichen Bestzeiten im Marathon. âEine unserer 13 Kernkompetenzen, die wir in unserem Leadership Programm vermitteln, ist aktiver Sport.
Langstreckenlauf ist unter Managern extrem populĂ€râ, sagt Verheijke. Auch die Marathonzeiten der laufenden FĂŒhrungskrĂ€fte bestĂ€tigen das. Die ersten 24 Teilnehmer der Manager-Wertung blieben unter der Zeit von drei Stunden. âDas ist ein sehr hohes Niveauâ, sagte Verheijke.
Exklusive Medienpartner der Sonderwertung Marathon Manager sind das Weiterbildungsmagazin managerSeminare sowie das Wirtschaftsportal business-on.de; weitere Informationen und Ergebnisse finden Sie unter www.frankfurt-marathon.com und www.management-sport.de
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Uwe Martin













