Millenniumsieger Kai Hundertmarck coacht VeloTour-Fahrer

23. Februar 2010
von Thomas Zöller

Auch Gewerkschafter treten beim Radklassiker in die Pedale. „Hundert Pro“ einmal beim Radklassiker „Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt“ dabei zu sein, das geht erstmals am 1. Mai 2010 im Rahmen der VeloTour, dem Jedermannrennen. „Wir wollen nicht nur optimale Wettbewerbe organisieren und die vielen Zuschauer am Straßenrand unterhalten, sondern auch innovativ sein. Dann haben die Teilnehmer Spaß und kommen gerne zu uns“, sagt Veranstalter Bernd Moos-Achenbach. „Hinter Hundert Pro verbirgt sich eine Aktion mit Kai Hundertmarck, der im Jahr 2000 den Frankfurter Radklassiker gewonnen hat.“ Ganz speziell wird Kai Hundertmarck, nachdem er seine Rad- und Triathlon-Karriere beendet hat, in Radfahrerkreisen aber noch sehr populär ist, 16 Personen als Team Coach betreuen.

Zum Paket gehört: die Anmeldung zur VeloTour und die Übernachtung im Rennhotel Mercure Eschborn Ost, ein Abendessen mit dem Ex-Profi inklusive Getränke, ein persönliches Coaching durch Kai Hundertmarck, das offizielle VeloTour-Trikot und eine passende Trägerhose sowie technischer und taktischer Support am Vor- und am Renntag. Kostenpunkt? 360 Euro pro Teilnehmer. Wer noch hundert Euro drauf legt, kommt in den Genuss eines Trainingstages mit Kai Hundertmarck. Bis spätestens 6. April müssen sich Interessenten angemeldet haben. „Ich denke, dieses Paket ist für den einen oder anderen etwas Besonderes, das er sich mal gönnt“, sagt Veranstalter Moos-Achenbach. Und Kai Hundertmarck ergänzt: „Es ist für manche bestimmt interessant, einmal mit einem Sieger von ‚Rund um den Henninger-Turm’ am Start zu stehen und sich schon vorher die Feinheiten der Strecke erläutern zu lassen, denn keiner kennt die Straßen im Taunus besser als ich.“ Das Team „Hundert Pro“ wird unterstützt von Döll Raumgestaltung aus Eschborn.

Die Teilnehmer von „Hundert Pro“ fahren die anspruchsvolle Strecke über 103 Kilometer, die durch den Taunus, vor allem über den Feldberg, führt. Wesentlich einfacher und für Jedermann geeignet sind dagegen die Marathon-Strecke von 42 Kilometer und die doppelte Schleife über 70 Kilometer, die nach Frankfurt und zurück führen. Alle „Jedermänner“ absolvieren dort eine Runde auf dem attraktiven Rundkurs. Start und Ziel liegen für sie wie auch für die Skater (42 und 70 km) in Eschborn, wo beim Start durch Bürgermeister Wilhelm Speckhardt erfahrungsgemäß die Hölle los ist und nach der Zieleinfahrt mit Live-Musik auf der Expo den Sportlern und ihren Fans „eingeheizt“ wird.

Neben vielen Firmen und anderen Gruppen plant der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) erstmals einen Start bei „Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt“. „Das Radrennen hat Tradition, unsere Kundgebung am 1. Mai, dem Tag der Arbeit, ebenfalls. Da liegt es doch nahe, das einmal zu verbinden“, erklärt Harald Fiedler, Vorsitzender der DGB-Region Frankfurt-Rhein-Main. Mit zehn bis zwanzig Gewerkschaftsmitgliedern will er die 42-Kilometer-Distanz bewältigen und dann vom Ziel in Eschborn auf kürzestem Weg zur Kundgebung auf dem Römerberg gelangen. „Da können wir angekündigt werden, noch eine Weile unsere Kundgebung besuchen und anschließend die Radprofis auf der Mainzer Landstraße ins Ziel kommen sehen. Das wäre doch ein wunderbarer Tag.“

Aus der Eschborner Partnerstadt Montgeron waren im vergangenen Jahr eine Reihe von Radfahrern angereist und hatten an der VeloTour teilgenommen. Die Schleife durch Frankfurt und den Taunus hat ihnen so gefallen, dass diesmal sogar 14 Franzosen für das Jedermannrennen gemeldet haben. Der Städtepartnerverein schenkt im Rennzentrum bei Mann Mobilia Kaffee aus und verkauft frische Croissants. Später, beim Eschenfest im Mai, werden die Eschborner und Montgeroner ein erstes Jubiläum feiern: Vor 25 Jahren hat man den Partnerschaftsvertrag unterschrieben.

„Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt“ gehört auch zum German Cycling Cup, einer Rennserie für Jedermann. Sie beginnt am 5. April mit „Rund um Köln“ und endet am 3. Oktober beim „Sparkassen Münsterland Giro“. Die ehrgeizigen unter den Hobbyfahrern nutzen den German Cycling Cup, kontinuierlich über die gesamte Saison aktiv zu sein und zum Schluss einen Platz im Ranking erkämpft zu haben.

In das Feld der Radfahrer und Skater wollen sich zum zweiten Mal die Handbiker einordnen. Erstmals gibt es zudem eine offene Gruppe für Spezialräder wie Liegeräder, Solarbauten oder Eigenbauten. Bisher haben sich 1500 VeloTour-Fahrer und 175 Skater zum 1. Mai angemeldet. Das ist zu diesem Zeitpunkt trotz der schlechten Witterungsbedingungen das bisher beste Zwischenergebnis. „Schön, dass die neue Strecke aus dem vergangenen Jahr und das Rennzentrum in Eschborn so gut ankommen“, sagt Veranstalter Moos-Achenbach.

(Pressemitteilung)

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