FuĂball Verbandsliga: Viktoria verliert in Frankfurt-Griesheim mit 1:3 Toren. Der letzte Sieg der Griesheimer Elitekicker datiert vom 28. MĂ€rz. In den folgenden sieben Spielen gab es nur noch fĂŒnf Niederlagen und zwei Remis, bei 9:20 Toren. Irgendetwas kann da ja nicht stimmen, aber was?. Zum GlĂŒck hat man zuvor schon fleiĂig Punkte gesammelt, sodass der Klassenerhalt kein Thema ist. Wenn noch Punkte gebraucht wĂŒrden, mĂŒsste man in der derzeitigen Verfassung der Mannschaft das Schlimmste befĂŒrchten. So wird nach letzten Spiel in zwei Wochen die Frage wohl nur lauten: Platz 4 oder 5? Es war schon eine sehr seltsame Runde. Nach der Vorrunde Erster mit neun Punkten Vorsprung und nun vielleicht ebenso viele Punkte RĂŒckstand auf den Ersten.
Bei den Frankfurt-Griesheimern kam es zu dem erwarteten Spiel. Die Gastgeber brauchten die Punkte, um nicht abzusteigen und waren entsprechend motiviert. Ein Punkt wĂ€re fĂŒr sie so wenig gewesen, folglich gingen sie von Anfang an voll in die Offensive, doch die Vierer-Abwehrkette der Viktoria stand zunĂ€chst gut und gab sich kaum eine BlöĂe. Folglich boten sich in der oft ganz dĂŒnn besiedelten Abwehr der Gastgeber eine ganze Menge von Konterchancen, die aber samt und sonders nicht genutzt wurden. Zu zĂ€hlen waren bis zur Pause mindestens sechs gute Möglichkeiten, allein vier fĂŒr Patrick Stumpf, der jedoch an diesem Tag keine ,,Nervenâ hatte. Das galt auch je einmal fĂŒr Jean-Marie Starck und Heiko Dickler, die ebenfalls, allein auf das Tor laufend, den guten Frankfurter TorhĂŒter nicht ĂŒberwinden konnten. Torlos ging es in die Pause.
Dieses Manko sollte sich im zweiten Durchgang rĂ€chen. Die Frankfurter legten einsatzmĂ€Ăig noch eine Schippe drauf, nun zeigten sich auch Risse in der Viktoria-Abwehr. Zweimal ging es noch gut, vergaben die Frankfurter gute Möglichkeiten. Doch nach 58 Minuten war es so weit. Bei einem Eckball, der fĂŒnf Meter in der Mitte vor dem Griesheimer Tor niederging, schien niemand fĂŒr TorjĂ€ger Cigdem zustĂ€ndig, der wuchtig zum 0:1 einköpfte. Den Spielern der Viktoria wurde nun schon im Mittelfeld der Schneid abgekauft, die Frankfurter wussten um was es geht. Auch beim vorentscheidenden 0:2 nach 70 Minuten sah die Viktoria-Abwehr nicht allzu gut. ZunĂ€chst lieĂen sich drei Mann an der Torauslinie ausspielen, bei der weiten Flanke fĂŒhlte sich dann auch niemand zustĂ€ndig fĂŒr Schad, der ungehindert einschieĂen konnte. 12 Minuten vor Schluss keimte noch einmal etwas Hoffnung auf, als Dickler einen an Stumpf verwirkten Foulelfmeter zum Anschlusstreffer verwandelte. Doch die Gastgeber lieĂen sich die fĂŒr sie ungemein wichtigen drei Punkte nicht mehr aus den HĂ€nden nehmen. In der Nachspielzeit (92.) Minute erzielten sie sogar noch das 3:1 durch einen Super-FreistoĂtor, wiederum durch Cigdem.
Viktoria-Trainer Reiner Kolitsch war nach Spielschluss ziemlich ,,angefressenâ, vor allem ĂŒber die schwache Leistung nach der Pause. Sicher hatte die vorzeitige Entlassung von StĂŒrmerass Bayram Caylak etwas dazu beigetragen, der zwei Tage zuvor nach einem Eklat im Training aus disziplinarischen GrĂŒnden entlassen wurde. Auch halten sich hartnĂ€ckig GerĂŒchte, dass verschiedene andere Talente der Griesheimer ,,Probetrainingsâ bei höherklassigen Vereinen absolvierten, sodass insgesamt etwas Unruhe in das MannschaftsgefĂŒge gekommen ist. Es ist gilt nun die beiden letzten Spiele noch mit ,,Anstandâ ĂŒber die BĂŒhne zu bringen.
Es spielten: Pauer â Schulte (80. Nedic), Prugovecki, Kalbfleisch, Windeck â Dickler, Starck, Schwarz, Greindl (80. Kwiaton) â BehmĂŒller, Stumpf (88. Görlich)
Schiedsrichter: Boulghalegh (Hassloch) â nicht alle der ca. 30 Abseitspfiffe waren zu vertreten, der Elfmeter fĂŒr die Viktoria war etwas zu ,,hartâ, ansonsten gute Leistung.
Zuschauer: 120
Tore: 1:0 Cigdem (58.), 2:0 Schad (70.), 2:1 Dickler (78., Foulelfmeter), 3:1 Cigdem (90+2)
Tormöglichkeiten: SpVgg Griesheim 8, Viktoria Griesheim 7
Gelbe Karten: SpVgg Griesheim 6, Viktoria Griesheim 1 (Greindl)











