Pfungstadt-Cross: Blick auf schnelle Studenten
Hochschulmeisterschaften werten Pfungstädter Crosslauf zusätzlich auf.
„Ich freue mich richtig auf den Sonntag“. Organisationsleiter Gerald Hoffmann vom TSV Pfungstadt blickt dem morgigen Advents-Crosslauf, den sein Verein in diesem Jahr zum 40. Mal ausrichtet, hoffnungsvoll und entspannt entgegen. Freude kommt bei ihm aus mehreren Gründen auf. Zum einen ist das Jubiläum zwangsläufig nicht alltäglich, zum anderen sind gute Laufwettbewerbe zu erwarten.
„Wir rechnen mit insgesamt fast 600 Startern“, so Hoffmann. Das ist für den Pfungstädter Crosslauf nicht mehr selbstverständlich, denn in diesem Jahrzehnt waren die Zahlen im Schnitt um etwa 200 Läufer geringer. Doch am Sonntag wird alleine quantitativ vieles an „alte Zeiten“ erinnern, in denen der Crosslauf in Deutschland noch Konjunktur hatte. Der Aufwärtstrend der Querfeldeinwettbewerbe setzt sich also fort und zeigt sich auch bundesweit mit der Wiedereinführung des deutschen Cross-Cups, der vergangene Woche in Darmstadt ein ansprechendes Finale erlebte.
Und einige der Gesichter aus der deutschen Cross-Spitze, die letzten Sonntag auf der Lichtwiese ihre Runden drehten, werden sich auch in Pfungstadt wieder zeigen. Allen voran Heike Bienstein (Uni Bochum) und Ingalena Heuck (WG München). Erstgenannte ist die Hochschulmeisterin des Vorjahres, die andere belegte letzte Saison in Heidelberg Rang zwei. Die Münchnerin hingegen hat in den letzten Wochen die besseren Ergebnisse vorzuweisen und gewann unter anderem in Darmstadt nicht nur die Tageswertung der Juniorinnen, sondern auch die Gesamtwertung zum Deutschen Cross-Cup – mit einem Punkt Vorsprung auf Bienstein. Hier ist also im Rennen über 6,24 km um 12 Uhr Spannung garantiert.
Das gilt auch für die Entscheidung bei den Männern eine halbe Stunde später (7,78 km), wo der Vorjahresdritte Philipp Nawrocki (WG Aachen) ebenso zu den Favoriten zählt wie der beste hessische 800 m-Läufer des Jahres, Marco Kornrumpf (WG Gießen), sowie Markus Jahn (WG Kassel) als Langstreckenspezialist.
Allesamt haben sie wie auch die Starter der offenen Rennen (Beginn um 9.20 Uhr) einen anspruchsvollen Kurs zu absolvieren. Nach den ersten Metern im Stadion geht es über Wiesengelände in den Wald der an der Klinksackertanne auf befestigten Wegen am Sandbach entlang, bevor mit der Passage eines Waldspielplatzes weitere Schwierigkeiten folgen. „Da ist ein längeres Sandstück mit tiefem Geläuf, und dann haben wir einen Balken integriert, der übersprungen werden muss“, erläutert Hoffmann den selektiven Kurs. Die Rückkehr ins Stadion wird zudem durch einen großen Strohballen erschwert. Wer hier als Erster ins Ziel kommt, darf sich zu Recht Deutscher Hochschulmeister Crosslauf 2008 nennen.


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