Pfungstadts Joker stechen und Dennis Bender macht den Unterschied

7. März 2010
von Thomas Zöller

Durch ein “Last-Minute-Tor” gewann Germania Pfungstadt in der Fußball-Gruppenliga beim FSV Schneppenhausen mit 2:1 (0:0). Neuzugang Giuseppe Messinese hatte die Gastgeber in Front gebracht, auf der Gegenseite stach mit Veysel Bilemz ebenfalls eine Neuverpflichtung. Schneppenhausen bleibt durch die Niederlage weiterhin auf dem letzten Tabellenrang. Auf den vorletzten Platz rutschte die SKG Ober-Beerbach durch eine 1:3-Niederlage beim Tabellenzweiten VfR Fehlheim. Hassia Dieburg verbesserte sich durch einen 1:0-Sieg bei Rot-Weiß Walldorf auf Rang fünf.

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FSV Schneppenhausen - Germania Pfungstadt © zoeller-media.net

FSV Schneppenhausen – Germania Pfungstadt 1:2 (0:0). Dennis Benders Siegtreffer in der 90. Minute ließ Pfungstadt jubeln und Schneppenhausen verzagen. Schließlich sollte die 0:5-Scharte aus dem Hinspiel ausgewetzt werden und auch hatten die Gastgeber gute Torchancen, um selbst zu gewinnen. So traf Neuzugang Giuseppe Messine in der 48. Spielminute nur den Pfosten, schoss Dominik Lewis (83.) aus acht Metern Torentfernung über das Gehäuse und wurde Michail Ioannidis bei einem Kopfballversuch in der Nachspielzeit festgehalten. “Das hätte Elfmeter für uns geben müssen”, meinte Schneppenhausens Abteilungsleiter Alexander Klaus, der hinzufügte: “Ein Unentschieden wäre gerechter gewesen.” Allerdings hatten die Gastgeber Glück, dass sie nicht gleich von Beginn an in Rückstand gerieten: Bender kam in der fünften Minute freistehend zum Kopfball, traf dabei aber nur die Torlatte. Pfungstadt dominierte und machte das Spiel, Schneppenhausen brachte kaum Konstruktives oder Verwertbares nach vorne zustande. Messineses Pfostentreffer machte jedoch offenbar Lust auf mehr. Danach hatten die Gastgeber ihre beste Phase, in der Lewis seinen neuen Sturmpartner musterhaft bediente und jener zur Führung der Gastgeber einschoss (63.). Wäre Lewis’ spätere Großchance im Tor gelandet, wäre der FSV wohl diesmal als Sieger vom Platz gegangen. Dies verhinderten jedoch vor allem drei Joker, die auf Pfungstädter Seite stachen: Erst bediente der eingewechselte Ümit Bilmez seinen Bruder Veysel, der neun Minuten vor seinem Ausgleichstreffer (85.) ins Spiel gekommen war. Und dann gab auch noch der eingewechselte Ankido David die Vorlage zu Benders entscheidendem Treffer. “Wir haben eine tolle Moral gezeigt, der Sieg geht damit vollkommen in Ordnung”, lautete das Fazit von Germania-Sprecher Heinz-Peter Kessler.

VfR Fehlheim – SKG Ober-Beerbach 3:1 (1:1). Vom Chancenverhältnis her war der Spielausgang durchaus angemessen, wobei das Engagement der Gäste lange Zeit gereicht hatte, um für einen Gleichstand zu sorgen. So lag die SKG durch einen Treffer von Besim Reka (28.) sogar in Führung, und auch nach dem Ausgleich per Foulelfmeter durch Marcus Koch (31.) war noch alles möglich. “Wir waren mehr als ebenbürtig”, meinte SKG-Sprecher Rüdiger Plößer. René Müller vergab kurz vor dem Pausenpfiff die Gelegenheit zur erneuten Führung der Gäste. Nach dem Seitenwechsel verstärkte Fehlheim den Druck, brauchte jedoch bis zur 82. Minute, um Ober-Beerbachs Defensive zu knacken und durch Markus Schäfer in Führung zu gehen. Als die Gäste alles auf eine Karte setzten, vollendete Schäfer einen Konter zum Endstand. “Das Ergebnis ist okay. Dennoch ist es ärgerlich, dass die Gegentore so spät fielen”, resümmierte Plößer.

Rot-Weiß Walldorf – Hassia Dieburg 0:1 (0:1). Eine Schrecksekunde gab es für die Hassia in der 90. Minute: Walldorfs Dennis Fleischer stieg zum Kopfball hoch und bugsierte die Kugel genau in Richtung des Dieburger Tors, in dem Schlussmann Sascha Krichbaum mit einer glänzenden Parade den drohenden Ausgleich zunichte machte. Damit waren alle Bemühungen der Gastgeber ad acta gelegt. Ohnehin kam von Walldörfer Seite selten Gefährliches. Die Gastgeber spielten in der ersten Halbzeit mit Sturm und Drang, ließen damit jedoch immer wieder gefährliche Konter der Dieburger zu. Einer dieser Gegenstöße führte in der 30. Minute zum entscheidenden Treffer durch Pierre Kampka. Walldorf probierte es nun mit hohen Bällen, welche Dieburgs Defensive allerdings vor keine allzu großen Herausforderungen stellte. “Wir waren stets Herr der Lage”, konstatierte Hassia-Sprecher Joachim Enders, der Sieg sei somit verdient.

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