Rollhockey: Eine Medaille ist das Ziel. Vergangene Woche gab Nationaltrainer Sven Steup den elfköpfigen Kader für die Rollhockey-Europameisterschaft vom 5. bis 11. September in Wuppertal bekannt. Mit Philip Leyer ist auch der RSC Darmstadt wieder vertreten. Der Torhüter der Krokodile ist nach verschiedenen Einsätzen bei Freundschafts- und Vorbereitungsturnieren erstmals bei einem Pflichtturnier der A-Nationalmannschaft dabei.
Mit den Junioren konnte Leyer bereits einige Erfahrung bei internationalen Turnieren sammeln. Sein größter persönlicher Erfolg war dabei die Wahl zum besten Torhüter der Junioren-EM 2006 in Portugal, bei der sein Team einen guten vierten Platz erreichte. Jetzt bei der Senioren-EM im eigenen Land dabei sein zu können, freut ihn besonders: “Eine Heim-EM kommt nicht so häufig vor, deswegen bin ich stolz, dabei sein zu dürfen. Zu Hause steht außerdem die ganze Halle hinter der Mannschaft und unterstützt uns hoffentlich mit allen Kräften. Das ist eine schöne Sache, so viele Leute hinter sich zu haben.” Ob und wie oft Philip Leyer tatsächlich spielen kann, wird sich im Turnierverlauf zeigen. Denn die Konkurrenz im Deutschen Tor ist groß. Drei Torhüter sind nominiert. Neben dem erst zwanzigjährigen Darmstädter sind das Patrick Glowka und Sebastian Wilk, die aktuell wohl beide die Nase leicht vorne haben.
Bei der EM 2010 soll es für das Deutsche Team eine Medaille werden. Minimalziel ist daher das Erreichen des Halbfinales. Dafür hat die Mannschaft eine intensive Vorbereitung hinter sich. Mitte Juni ging es mit einem einwöchigen Grundlagen-Trainingslager los, bei dem der konditionelle Grundstein gelegt wurde: “Wir haben drei Mal am Tag trainiert, davon mindestens zwei Einheiten mit Turnschuhen und eine auf Rollschuhen. Morgens vor dem Frühstück Joggen, vormittags Krafttraining und nachmittags entweder Rollhockey- oder eine weitere Einheit Kraft- oder Konditionstraining. Die Übungen bestanden aus Unterarmstütz, Seitstütz, Liegestützen etc., Laufeinheiten über 10 km und Sprinteinheiten. Alles in allem eine anstrengende aber schöne Erfahrung, die uns vorangebracht und auch zusammengeschweißt hat.”
Nach dem Trainingslager folgten regelmäßige Krafteinheiten unter der Woche und am Wochenende und schließlich der taktische Schliff. Trainingsspiele gegen Frankreich und Spanien sowie ein Turnier in der Schweiz rundeten das Programm ab. Für Philip Leyer als einzigen Teilnehmer aus Süddeutschland bedeutete das einen großen Aufwand, der nur zu bewältigen war, weil er als Sportsoldat die erforderliche Zeit investieren konnte. Bei Ex-RSCler Felix Bender und anderen Mannschaftskameraden stand ihm zudem stets eine Unterkunft zur Verfügung.
Diese Woche trainiert die Mannschaft von Sven Steup noch in der Wuppertaler UNI-Halle und absolviert ein letztes Testspiel gegen die U20. Am Freitag wird schließlich das Hotel bezogen und die Mission “Medaille bei der Heim-EM” kann beginnen.
Weitere Informationen: www.em2010wuppertal.de












