Radrennen: „Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt”

15. Dezember 2009
von Thomas Zöller

Der Radklassiker wird nun im Herzen der Mainmetropole ausgetragen und heißt jetzt „Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt”. Gegen viele Unkenrufe hat der Radklassiker, der seit 1963 von Frankfurt ĂŒber den Taunus bis zum Henninger-Turm ging, das Krisenjahr 2009 ĂŒberstanden. „So mancher wartete ab, ob wir es von der Organisation her schaffen wĂŒrden, den SachsenhĂ€user Berg zu verlassen und am Riedberg ein Ziel zu installieren. Nicht nur das hat gut geklappt, nein, wir haben sogar wie immer alle Wettbewerbe fĂŒr die Jugend, die Breitensportler und selbstverstĂ€ndlich das Profirennen in gewohnt professioneller Weise umgesetzt“, schaut Veranstalter Bernd Moos-Achenbach zurĂŒck. Doch schon zwölf Monate spĂ€ter gibt es weitere VerĂ€nderungen zu vermelden: Ab sofort heißt der Radklassiker „Rund um den Finanzplatz“, und er fĂŒhrt von Eschborn nach Frankfurt. Sein Ziel hat er im Herzen der Mainmetropole direkt an der Alten Oper. Rund um dieses Kulturdenkmal gibt es einen Kurs von gut vier Kilometern LĂ€nge, der von den Profis mehrmals durchfahren wird und auf dem die Kinder ihre Runden drehen. In Eschborn bleibt mit dem Start der Profis sowie Start und Ziel der JedermĂ€nner mit dem dazu gehörenden Rennzentrum alles wie im Vorjahr.

Der Frankfurter Sportdezernent Markus Frank hat schon als Kind 1977 den Weltklasse-Radfahrern zugeschaut. Das war fĂŒr ihn damals ein ganz besonderes Erlebnis. „Erfolgreiche Traditionen sollten nicht geĂ€ndert werden. Das Radrennen ‚Rund um den Henninger-Turm’ hat wunderbare Bilder der Skyline Frankfurt gezeigt und ist ein wichtiger ImagetrĂ€ger von Frankfurt am Main. Wenn man den Zieleinlauf am Riedberg gesehen hat, dann war ganz klar, das Rennen muss wieder in das Herz der Stadt zurĂŒck“, fand Markus Frank nach dem 1. Mai 2009 und setzte alle Hebel in Bewegung, seine Vorstellungen wahr werden zu lassen. Veranstalter Bernd Moos-Achenbach stimmte zu, ohne die Leistung der Projekt­verantwortlichen und Investoren vom Riedberg zu vergessen: „Sie haben uns in der Krise geholfen, wofĂŒr ich sehr dankbar bin.“

„Den neuen Namen zu finden, das war nicht schwierig. Eschborn und Frankfurt gehören gemeinsam zu einer finanzstarken Region Frankfurt RheinMain. Von dem vorgeschlagenen Namen ‚Rund um den Finanzplatz’ profitieren beide StĂ€dte, und es bietet auch der Finanzbranche eine schöne Möglichkeit, sich jenseits von Aktienkursen und FinanzgeschĂ€ften darzustellen“, erlĂ€utert Markus Frank, der neben dem Sportdezernat auch das Wirtschaftsdezernat in seiner Verantwortung hat. Die Kooperation mit der Stadt Eschborn und insbesondere mit BĂŒrgermeister Wilhelm Speckhardt klappte in allen Fragen gut, und so war man sich auch im Hinblick auf den neuen Namen schnell einig.

Gerne denkt Wilhelm Speckhardt an den 1. Mai zurĂŒck: „Das war eine tolle Veranstaltung mit zehntausenden begeisterten Zuschauern an der Strecke. Als ich gesehen habe, wie das Radrennen angenommen wird, wusste ich, dass die Stadt Eschborn richtig gehandelt hat, bei der Rettung des Traditionsrennens entscheidend zu helfen. Die Resonanz aus der Bevölkerung war durchweg positiv. Dieses sportliche Ereignis verbindet wie kein anderes die Region und die Stadt Frankfurt. Ich hoffe, dass wir damit zumindest mittelfristig einen Anstoß

fĂŒr eine engere Zusammenarbeit in der Region gegeben haben.“ Aus der Nennung des Namens Eschborn im Zuge der Berichterstattung in den Medien resultiert ein enormer Werbewert fĂŒr die Stadt, nicht nur in der Region, sondern weit darĂŒber hinaus.

Das Organisationsteam um Veranstalter Bernd Moos-Achenbach wird auch die neue Aufgabe stemmen. „Ich baue dabei auf die AnkĂŒndigung der Stadt Frankfurt, uns bei der Infrastruktur zu helfen. Das, was die Zuschauer nicht sehen, aber einen reibungslosen Ablauf erst ermöglicht, das sind die vielen RĂ€ume fĂŒr die Anmeldungen der einzelnen Klassen, ein reprĂ€sentatives Pressezentrum fĂŒr ĂŒber 200 Journalisten, mit dem wir uns der Öffentlichkeit prĂ€sentieren, und ein schöner VIP-Bereich“, sagt Bernd Moos-Achenbach, der schon jetzt erste Zusagen von namhaften Profis-Teams und Rennfahrern fĂŒr den 1. Mai 2010 hat.

Einige Sponsoren haben wegen des Umzuges vom Riedberg in die Frankfurter Innenstadt ihr Engagement eingestellt, manche wie die Mercure Hotels in Eschborn und Hansen Werbetechnik bleiben weiterhin dabei und neue wie das Hilton Hotel in Frankfurt sind schon hinzugekommen. „Was die Sponsoren betrifft, sind wir auf einem guten Weg, aber es ist ohne Frage noch viel zu tun“, sagt Veranstalter Bernd Moos-Achenbach, der die Sympathiebekundung von BĂŒrgermeister Wilhelm Speckhardt gerne hört: „Ich wĂŒnsche mir, dass auch das Rennen 2010 wieder so erfolgreich wird wie unser Premierenrennen. Ein sauberer Sport ist dabei Grundvoraussetzung fĂŒr eine positive Resonanz in der Bevölkerung und auch in den Medien. Nur ohne Doping wird der Radsport in seiner heutigen Form Bestand haben – und damit auch diese Veranstaltung.“ An Bernd Moos-Achenbach wird es dabei sicherlich nicht liegen.

(Pressemitteilung)

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