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Lokalmatador: Sportnews für Südhessen

Randale bei DJK/SSG Darmstadt

Nach wenigen Minuten Spielzeit in der Fußball-Gruppenliga-Partie zwischen DJK/SSG Darmstadt und Eintracht Wald-Michelbach kam es zum Eklat: Etwa fünfzehn bis zwanzig teilweise vermummte Randalierer griffen die rund fünfzig Personen starke Fangemeinde der Gäste an und flüchteten wenige Minuten später. Die Partie wurde für zehn Minuten unterbrochen, Wald-Michelbach gewann danach mit 4:0. Am Tabellenende rangieren vier Teams mit jeweils 17 Punkten, zwei davon sind der FSV Schneppenhausen (der 2:1 gegen Hassia Dieburg gewann) und SKG Ober-Beerbach (1:2 bei Viktoria Aschaffenburg II). Germania Pfungstadt holte mit dem 2:1 bei Tvgg Lorsch den ersten Auswärtssieg der Saison.

DJK/SSG Darmstadt – Eintracht Wald-Michelbach 0:4 (0:4). Das Ergebnis geriet letztlich zur Nebensache. Durch Treffer von Arben Cermjani (1.), Thomas Süß (28./38.) und Özkan Cin (43.) holten die Gäste zwar wichtige Punkte im Kampf um den Anschluss an die Tabellenspitze, doch werden den Überwäldern die übrigen Geschehnisse wohl so schnell nicht aus dem Gedächtnis verschwinden: Nach wenigen Minuten Spielzeit wurden sie von teilweise vermummten Personen mit Fäusten und Fahnenstöcken angegriffen und mit Reizgas besprüht. „Die ganze Aktion ging so schnell, dass ich gar nicht sagen kann, was genau passiert ist“, meinte DJK/SSG-Sprecher Helmut Horn. Die Angreifer sollen dunkle Jacken mit der Aufschrift „Darmstadt“ oder „SV 98“ in altdeutscher Schrift getragen haben. Bereits in der vergangenen Wo che deuteten Äußerungen im Gästebuch der DJK/SSG-Website auf Auseinandersetzungen hin.

FSV Schneppenhausen – Viktoria Dieburg 2:1 (2:0). Dieburg war in der zweiten Halbzeit die bessere Mannschaft, verpasste jedoch nach einem vergebenen Foulelfmeter durch Timo Rödler (75.) den möglichen Ausgleich. Der FSV legte durch Treffer von Spielertrainer Miodrag Vucenovic (17.) und Dominik Lewis (36.) vor. Dieburg schaffte nur noch den Anschluss durch Stanislav Hubinsky (71.). Wilson Rufino (74.), Georgios Ioannidis (90.+1/beide Schneppenhausen) und Alexej Gerlitz (88./Dieburg) sahen die Gelb-Rote Karte.

Tvgg Lorsch – Germania Pfungstadt 1:2 (0:0). „Damit können wir hinter die Mission Auswärtssieg endlich einen Haken machen“, freute sich Germania-Sprecher Heinz-Peter Kessler. Durch ihr „Powerplay“ habe seine Mannschaft stets den Eindruck des unbedingten Siegeswillens vermittelt, so Kessler. Fabrizio Almeida-Keth (66./77.) sorgte für den Triumph der Gäste, während Lorsch durch Jan Zeug (80.) nur noch verkürzte.

Viktoria Aschaffenburg II – SKG Ober-Beerbach 2:1 (1:0). „Ober-Beerbach war klar besser, während wir die Punkte mit Hängen und Würgen eingefahren haben“, meinte Viktoria-Sprecher Walter Saul. Das Problem der Gäste war, dass sie selbst aus besten Torchancen, die laut Saul „im drei- oder vier-Minuten-Takt“ vorkamen, keine Treffer fabrizierten. Einzig Erik Helfmann (63.) gelang der zwischenzeitliche Ausgleich, doch das war zu wenig, um die Aschaffenburger Tore durch Janik Walther (25) und Öner Ugur (70.) zu kompensieren.

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