Reinheimer Duathlon: Behrens und Lange vorne

27. April 2009
von Thomas Zöller

In Reih und Glied hingen die Rennmaschinen am Sonntagmorgen an den Stangen im Ueberauer Stadion. Dem geschulten Blick der Duathleten entgingen die vielen freien Plätze nicht. Zur 20. Austragung des Reinheimer Duathlon folgten nur 102 Zweikämpfer dem Ruf des RSC 1980 Reinheim. „Früher war unsere Veranstaltung mit über 300 Teilnehmern ausgebucht“, blickt Josef Oberleithner zurück. „Olymiasieger Jan Frodeno war sogar bei uns am Start“, erzählt der Vorsitzende weiter. Zufriedenheit herrschte trotz Teilnehmerrückganges bei der Regie des ältesten hessischen Duathlon. Bauarbeiten auf der Strecke zwangen zur kurzfristigen Überarbeitung des Parcours. 5,7 Kilometer Laufen, 30 Kilometer Radfahren und nochmals 5,7 Kilometer Laufen hieß die neue Herausforderung.

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Tagesschnellster beim Reinheimer Jubiläum war Patrick Lange vom TuS Griesheim. Der Bundesligastarter nutzte den 1:26:47 Stunden Formcheck zur Vorbereitung zum Europacuprennen in Spanien im Mai. „Die erste Laufrunde habe ich voll gepuscht“, freute sich Lange über den Sieg. Trotz Malheur auf den zwei Radrunden („Mir ist der Aerolenker gebrochen.“) konnte der Griesheimer den Vorsprung auf Haimo Kiefer (Skills 04 Frankfurt/1:32:21) ausbauen.

Siegerpose Patrick Lange © zoeller-media.net

Siegerpose Patrick Lange © zoeller-media.net

Bei den Frauen gestalte sich der Radpart zum Kopf an Kopf Rennen zwischen Alexandra Behrens (StartNet Team DSW Darmstadt) und Nina Kuhn (Triathlon Team Rhein Main). „Nina hat mächtig Druck gemacht“, so die Walldorferin. Am Ende der rasanten Abfahrt (bei den Spitzenathleten wurden über 70 km/h gemessen) vom Hundertmorgen zur Wechselzone hatte Behrens knapp die Nase vorn. Ein flotter Laufsplit bescherte der ehemaligen Deutschen Duathlonmeisterin den Sieg nach 1:38:07 Stunden – letztlich mit eineinhalb Minuten Vorsprung vor der Konkurrentin.

Als Einlaufdritte sicherte sich Ellen Leistner (SF Tria Roßdorf) den Tagessieg in der W40 (2:00:27). Manuela Östreich (TuS Griesheim/2:12:23) gewinnt die AK 30. In die Siegerlisten trugen sich auch die Reinheimer Stammgäste ein. Allen voran, als Gesamtsechster, Markus Fischer (StartNet Team DSW Darmstadt) als Gewinner der M40 und Clubkollege Wolfgang Riegel (1:43:11) dominierte die AK 50. Michael Waraus (Team Cucuma/1:40:30) besticht in der M45, während Klaus Hofmann (1:57:48) vom TuS Griesheim die M60 entscheidet. Auf der hügeligen Reinheimer Strecke erzielten drei Südhessen jeweils den dritten Platz: Ulrike Seifert (TuS Griesheim/2:06:06/W40), Steffen Kundel (1:33:47/HK) und Thomas Kötting (beide DSW/1:45:17/M45).

Es bleibt abzuwarten wie sich die 21. Auflage des Klassikers entwickelt. Die jetzige Streckenführung, so der einheitliche Tenor der Athleten, „soll auf alle Fälle beibehalten werden.“

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