Ein Punkt, nur ein einziger, fehlt dem FCA Darmstadt zur Glückseligkeit. Diese besteht aus dem Erreichen des zweiten Platzes der Abschlusstabelle der Fußball-Verbandsliga. Diese Platzierung erlaubt die Teilnahme an der Aufstiegsrelegation zur Hessenliga, die am kommenden Mittwoch (2.) beginnt. Und daran will der FCA teilnehmen, da gibt es keinen Zweifel. “Nur” einen Punkt zu holen wäre Richard Hasa, Trainer der Arheilger, allerdings zu wenig: “Wir haben noch nie in einem Spiel auf Unentschieden gespielt. Wir wollen gewinnen, wir spielen schließlich zu Hause”, lautet die Zielsetzung gegen die Spvgg Oberrad, die am Sonntag um 15 Uhr am Gehmerweg in Arheilgen zu Gast ist. In Heimspielen war der FCA bisher weitgehend kompromisslos: 13 Siege, drei Unentschieden, keine Niederlage. Ergibt den ersten Platz in der Heim-Tabelle, noch vor Meister Rot-Weiß Darmstadt (elf Siege, fünf Unentschieden). Aber dafür können sich die FCAler nichts kaufen.
Der Punktgewinn hätte eigentlich bereits am vergangenen Sonntag unter Dach und Fach sein können, doch da patzten die Arheilger nach einem ziemlich verkorksten Auftritt beim FC Langen mit 2:3. Ausgerechnet Langen, Tabellenvorletzter, Absteiger und leicht auszurechnender Gegner. “Ich frage mich bis heute, wie das möglich war”, sinniert Hasa über die Niederlage. Dass so etwas gegen die Spvgg Oberrad, die als Tabellenfünfter eine überraschend gute Saison gespielt hat, nicht wieder passiert, scheint beschlossene Sache zu sein: “Die Spieler haben die Köpfe wieder frei, dafür haben wir diese Woche gesorgt”, sagt Hasa und fügt hinzu: “Ich bin davon überzeugt, dass Langen ein einzelner Ausrutscher war. Wir haben einen zweiten Matchball, und den wollen wir am Sonntag nutzen.”
Ob die Arheilger selbst bei einer Niederlage mit dem zweiten Tabellenplatz abschließen, hängt nicht unwesentlich von Viktoria Griesheim ab. Die Mannschaft gastiert am Sonntag bei SF Seligenstadt, der bei drei Punkten Rückstand auf den FCA seine letzte Chance nutzen will. Allerdings zeigten auch die Seligenstädter zuletzt Schwäche, als sie beim abgeschlagenen Tabellenletzten SG Anspach nicht über ein 3:3 hinaus kamen. “Ich gehe davon aus, dass Seligenstadt gegen uns alles abrufen wird, um die theoretische Möglichkeit auf den Aufstieg zu nutzen”, meint Viktoria-Trainer Rainer Kolitsch. Andererseits könnten die Griesheimer im Falle eines Sieges den Platz mit Seligenstadt tauschen. “Die Saison als Dritter abzuschließen, wäre eine gute Leistung”, so Kolitsch.
“Mit dem Verlauf der Rückrunde können wir trotzdem nicht zufrieden sein”, sagt er weiter. Nachvollziehbar bei nur 18 Punkten, nachdem nach der Hinrunde beachtliche 41 zu Buche standen. Die Abgänge von Dominik Schwab, Daniel Gerisch, Marc Wagner und Philipp Zimmer in der Hinrunde sowie Frank Hinze und Manuel Lücke zur Winterpause wogen doch schwerer als zunächst gedacht. Hinzu kam vor zwei Wochen die Suspendierung von Angreifer Bayram Caylak, der damit der Viktoria nicht mehr zur Verfügung steht. Für die neue Runde sieht Kolitsch Verstärkungen vor allem aus der eigenen A-Jugend: “Da haben wir uns sehr gute Leute heran gezogen, wie zum Beispiel Daniel Förster, der zuletzt sehr gut gespielt hat, und dieses Potenzial wollen wir nutzen.”
Am Sonntag spielen außerdem der SV Darmstadt 98 II (gegen FC Langen) und FC Alsbach (bei SG Bruchköbel). Beide haben den Klassenerhalt am vergangenen Wochenende klar gemacht. Die Verabschiedung aus der Liga – nach oben – feiert Meister Rot-Weiß Darmstadt am Sonntag im Heimspiel gegen die SG Anspach.












