Am vergangenen Wochenende gelang den Krokodilen der Doppelschlag. Am Samstag gewannen sie auf der eigenen Bahn nach einer spannenden Partie 6:5 gegen Remscheid, am Sonntag folgte in Celle ein 4:2-Auswärtssieg. Wie immer gegen den VfB Remscheid sahen die rund 150 Zuschauer im LLZ ein trotz der neuen Regeln kampfbetontes Spiel. Fabian Schröter gelang gegen die gut aufgestellten Gäste das 1:0. Der Ausgleich fiel in der 16. Minute durch Julian Peinke und im Anschluss lieferten sich beide Teams einen spannenden Schlagabtausch. Darmstadt ging erneut in Führung, wieder durch Schröter, der VfB egalisierte zum 2:2. Die Krokodile waren Spiel bestimmend, vergaben aber zu viele gute Chancen. So war der Führungstreffer der Remscheider vor der Pause denkbar ärgerlich.
Nach dem Wiederanpfiff sorgte Schröter mit seinem dritten Treffer für den Darmstädter Ausgleich. Im Gegenzug stellte Gäste-Kapitän Marcus Wilk den alten Abstand wieder her. Dann dauerte es fünf Minuten, bis der große Auftritt von Marcel Behnke folgte. Mit vollem Einsatz und großem Laufpensum drehte er innerhalb von drei Minuten sogar in Unterzahl mit einem Doppelschlag die Partie zu Gunsten des RSC. Henning Naumann machte kurz darauf alles klar (6:4). Remscheid drückte jetzt, warf alles nach vorne. Die kampfbetonte Schlussminute mussten beide Teams mit drei Feldspielern bestreiten. Remscheid markierte noch einen Treffer, die Krokodile indes behielten die Oberhand in einem spannenden, schnellen Spiel
Es spielten: Philip Leyer (Tor), Moritz Warmbier (Tor), Henning Naumann (1), Marcel Behnke (2), David Warmbier, Max Hack, Kai Cepa, Philip Wagner, Fabian Schröter (3), Gerhard Söker
4:2 beim Aufsteiger
Nach Celle waren die Krokodile mit nur sieben Feldspielern angereist und mussten noch auf Kapitän Philip Wagner verzichten, der mit einem verstauchten Knöchel nur die Bank drücken konnte. Dennoch startete der RSC gut gegen den Aufsteiger, der am Vortag eine deftige Niederlage gegen Cronenberg einstecken musste. Schnelle Spielzüge eröffneten viele Torchancen gegen einen allerdings diszipliniert stehenden Abwehrblock um einen kaum zu bezwingenden Torhüter. Aus dem Gewühl vor dem Tor heraus traf Marcel Behnke in der 7. Minute endlich zur verdienten Führung. Jetzt lief der Ball in den Reihen des RSC noch etwas besser und so war es Kai Cepa, der mutterseelenallein vor dem gegnerischen Tor den Ball aufnehmen und einnetzen konnte. Celle verkürzte aber noch in der gleichen Minute nach einem Fehlpass der Krokodile und einem halbherzigen Zurücklaufen in die Defensive auf 1:2.
Drei Minuten später (17.) stellte Max Hack mit einem Drehschuss den alten Abstand wieder her. Mit dem 1:3 ging es in die Pause. Eigentlich eine gute Ausgangsposition, um jetzt so richtig Gas zu geben. Aber irgendwie war der Schwung der Krokodile in der sehr kalten Halle über die Pause verloren gegangen. Vielleicht war es auch das Spiel vom Samstag oder die lange Fahrt, die Kraft und Schnelligkeit raubten. Eher behäbig spielte der RSC um den Block der Celler herum. Max Hack traf noch einmal in der 33. Minute, mehr war aber nicht drin. Celle beschränkte sich aufs Abwarten und auf gelegentliche, harmlose Konter, die der RSC zwar nicht immer ohne Teamfoul aber stets schnell im Keim erstickte. Gegen den fälligen Strafstoß in der 39. Minute war Nicolas Schröter, vorher kaum geprüft, machtlos: Ein angetäuschter Schuss ging als Schlenzer ins untere linke Eck. Die Krokodile brachten das unangenehme Spiel nach einer guten ersten und einer fahrigen zweiten Halbzeit dann doch relativ sicher nach Hause. „Zwei Punkte sind zwei Punkte“ lautet das praktisch gedachte Fazit von Trainer Heiner Bender.
Es spielten: Nicolas Schröter (Tor), Philip Leyer (Tor), Henning Naumann, Marcel Behnke (1), Max Hack (2), Kai Cepa (1), Philip Wagner, Fabian Schröter (3), Gerhard Söker
Natalie Uhl / Heiner Bender












