Trainer Bender hatte es vorher gesagt: “Walsum wird Druck machen, wartet ab und fahrt eure Konter”. Doch irgendwie war bei den Krokodilen der Wurm drin. Die roten Teufel aus Walsum waren wie erwartet hoch motiviert und zogen sofort ein druckvolles Spiel mit konsequenter Manndeckung und schnellen Ballstafetten auf. Am Ende verloren die Gastgeber 2:6. Beim RSC stand ein anderes Team auf der Bahn als bei den zuletzt so starken Auftritten. Übernervös, zeitweise fahrig, verzettelten sich die Krokodile mit schlechter Laufarbeit und daraus resultierenden Fehlpässen. soekerKonter wurden kläglich vergeben. Die Gäste hatten dagegen auch noch das nötige Quäntchen Glück und konnten in der 5. Minute einen verunglückten Pass an drei RSC Spielern vorbei und unter Torhüter Philip Leyer hindurch im Tor unterbringen – symptomatisch für das folgende Spiel. Walsum rannte von Chance zu Chance. Zwei Tore durch Benjamin Nusch in der 16. und 22. Minute führten zum 0:3 Halbzeitstand. Auch als die Teufel kurz vor der Pause in Unterzahl waren, war es der RSC, der aufpassen musste, nicht noch ein Tor zu kassieren.
Die Halbzeitansprache von Trainer Bender wurde zwar gehört, aber es änderte nichts am Spiel der Krokodile. Schon eine Minute nach Wiederanpfiff markierte Walsum das 4:0. Erst nachdem Henning Naumann einen Penalty gegen den gut aufgelegten RESG Keeper Rainer Lorz verwandelte, konnten die Krokodile endlich ein Tor verbuchen. Eine weitere Zeitstrafe für Walsum sollte eigentlich die Aufholjagd einläuten.
Doch der RSC nutzte auch diese Gelegenheit nicht. Ein Walsumer Doppelschlag in der 41. Minute nahm den Krokodilen die letzte Hoffnung, wenigstens einen Punkt in Darmstadt zu behalten. Kapitän Philip Wagner war es noch vergönnt, mit seinem ersten Bundesligator der Saison das Ergebnis zu verbessern. An der bitteren Niederlage nach den vorausgegangenen guten Spielen änderte das aber nichts mehr.
In 14 Tagen muss der RSC zum Rückrundenauftakt nach Remscheid. Der VfB konnte gegen Herringen gewinnen und ist augenscheinlich wieder zurück aus dem anfänglichen Tief. Trotzdem muss der RSC alles daran setzen, dort die Punkte zu holen, um nicht ins Mittelfeld abzurutschen. Wie das zu machen ist, haben die roten Teufel aus Walsum mit schnellem Spiel und absoluten Siegeswillen eindrucksvoll gezeigt.
Es spielten: Philip Leyer (Tor), Moritz Warmbier (Tor), Philip Wagner (1), Henning Naumann (1), Gerhard Söker, Marcel Behnke, Max Hack, David Warmbier, Markus Weckenmann
(Natalie Uhl / Heiner Bender)












