Leidenschaftliche Krokodile verlieren 3:4 – Es sah alles gut aus für den RSC Darmstadt. Das Team ging hochmotiviert und engagiert in die erste Playoffpartie gegen die Roten Teufel und führte aufgrund einer disziplinierten Abwehrleistung mit blitzsauberen Kontern lange 2:0. Walsum steckte jedoch nie auf, kämpfte sich heran und entschied das Spiel zwei Sekunden vor Abpfiff für sich.
Vorangegangen war eine packende Playoffbegegnung, die von beiden Seiten mit viel Einsatz und Leidenschaft geführt wurde. Sie begann mit einem Paukenschlag, allerdings in negativer Hinsicht. Kai Cepa, von Beginn an im Klinsch mit Phillip Kluge, schlug nach einem Foul frustriert nach seinem Gegenspieler und konnte direkt duschen gehen. Personell noch weiter geschwächt – Marcel Behnke fiel schon mit einer Knieverletzung aus – aber hochkonzentriert, überstanden die Hausherren den Penalty und die fünfminütige Unterzahl unbeschadet – nicht zuletzt aufgrund der überragenden Leistung von Torhüter Leyer. In der 9. Minute saß dann der erste Konter. Naumann und Wagner setzten Hack in Szene, der zum umjubelten 1:0 einnetzte. Auch Walsum überstand bis zur Pause einen Strafstoß mit Unterzahlspiel und es ging mit der knappen hessischen Führung in die Kabinen.
Die zweite Hälfte begann für den RSC optimal. Fabian Schröter fing einen Pass der Gäste ab, passte auf Naumann und der versenkte den Ball ohne zu Zögern zum 2:0 im Walsumer Torwinkel. Den Teufeln war anzumerken, dass sie keine Niederlage im Auswärtsspiel hinnehmen wollten. Sie drehten jetzt auf und kamen in der 35. Minute zum Anschluss durch Kullosek. Zudem spielte ihnen die Teamfoulstatistik in die Karten. Zwei Minuten später ermöglichte das 10. Teamfoul der Krokodile den Ausgleich durch den fälligen Direkten. Die RSC-Führung war dahin, aber es sollte noch dicker kommen. Weitere drei Minuten später gingen die Walsumer mit 3:2 in Führung und wurden von den mitgereisten Fans für die scheinbare Wende gefeiert. Die Hessen allerdings wollten den Sieg ebenfalls und ließen keinesfalls die Köpfe hängen. Max Hack nahm einen Pass von Naumann volley und überwand den Walsumer Keeper in der 44. Minute zum 3:3 Ausgleich. Dabei blieb es fünf Minuten. „Verlängerung“, dachten jetzt alle. Doch im Gewühl der letzten Sekunden behielt der Walsumer Nusch die Übersicht und beendete jäh die Darmstädter Hoffnungen auf den so wichtigen Heimsieg. Die Teufel siegten 4:3 und der RSC wird es am kommenden Wochenende schwer haben, ohne Behnke und Cepa die zum Weiterkommen nötigen zwei Siege einzufahren.
Es spielten: Philip Leyer (Tor), Moritz Warmbier (Tor), Fabian Schröter, Henning Naumann (1), Phillip Wagner, David Warmbier, Kai Cepa, Marcus Weckenmann, Max Hack (2), Gerhard Söker












