Der Alpen Triathlon am Schliersee war am Samstag die dritte Station der Ersten Bundesliga. Gleichzeitig wurden in der Alpenregion die nationalen Meister der Elite sowie U23 gekürt. Schliersee. „Dieser Ort steht in der Triathlonszene für einen der härtesten Wettkämpfe auf der Olympischen Distanz über 1,5 Kilometer Schwimmen 40 km Radfahren und 10 km Laufen“, weiß Patrick Lange vom TuS Griesheim. Der berüchtigte Radanstieg zum 1129 Meter hoch gelegenen Gebirgspass Spitzingsattel prägt das Rennen. Der steile Streckenabschnitt Prozent verteilt auf fast fünf Kilometer mit einer Rampe von fast 17 Prozent ist bei den Athleten gefürchtet. Stehvermögen verlangte zudem das Wetter den beteiligten südhessischen Teams vom StartNet Team DSW Darmstadt und TuS Griesheim ab. Zeigte sich die Berglandschaft um Schlier- und Spitzingsee in den Vorjahren bei hochsommerlichen Temperaturen von der besten Seite, herrschten am Samstag widrige Bedingungen. „Kälte und Nässe stellen alle Athleten vor schwierige Verhältnisse“, berichtet Griesheims Cheftrainer Gerald Reichart von der Veranstaltung, die bei neun Grad und Nieselregen gestartet wurde. „Am Tag und in der Nacht vor dem Rennen regnete es in Strömen“, erzählt Martin Westermann“ und ergänzt: “Das Wasser im Schliersee war mit 17 Grad doch unangenehm frisch.“ Nicht nur die rutschige Radstrecke hatte es in sich, sondern auch die Laufrunde um den Spitzingsee. Aufgeweicht von den Regengüssen glich der Parcour einem Crosslauf. „Die Laufstrecke über eine Kuhwiese war knöcheltief aufgeweicht. Die Laufschuhe der Athleten blieben mit schöner Regelmäßigkeit im Morast stecken“, wie der Sportliche Leiter des DSW feststellte.

Patrick Lange © zoeller-media.net
Unbeeindruckt von Wetter, Strecke und einer Schrecksekunde („Mir ist eine Speiche gerissen und ich dachte schon – jetzt ist alles vorbei.“) spulte Patrick Lange konsequent sein Programm herunter. Die Carbonspeiche hielt. Lange forcierte beim Lauf nochmals das Tempo und erreichte nach 2:02:21 Stunden als Neunter die Ziellinie. In der nationalen Wertung landete der 22-jährige auf dem siebten Platz, gleichbedeutend mit Rang drei in der U23-Kategorie. „Damit habe ich das gesteckte Saisonziel erreicht. Zum ersten Mal in meiner Karriere gelang mir ein Podiumsplatz bei einer nationalen Meisterschaft“, freute sich der Griesheimer über den Coup. Gemeinsam mit den TuS-Teamkollegen Horst Reichel (16./2:04:13) Thomas John (24./2:06:29), Paul Schuster (26./2:06:58) und Uwe Widmann (30./2:07:34) feierte Lange noch eine Bronzemedaille im Ligawettbewerb. „Das war eine ausgeglichene Mannschaftsleitung“, lobte der Trainer: „Platz Drei ist phantastisch für uns. Sie haben gezeigt dass sie mit so einer harten Strecke umgehen können und den ersten Schritt aus dem Nachwuchssystem in Richtung Elite gemacht haben.“
Das traditionell schlechte Abschneiden in der bayerischen Urlaubsregion wollte das StartNet Team brechen. „Die Vorzeichen sahen auch gar nicht so schlecht aus“, so Westermann.
„Die Jungs waren hoch motiviert“, zudem sollte der australische Neuzugang Michael Murphy das Team verstärken. Jedoch gelang es dem DSW-Quintett nicht, das anvisierte Ziel Top-Ten zu knacken. Dylan McNeice (35./2:08:47), Michael Murphy (44./2:10:39), Sean Donnelly (49./2:12:14), Steffen Kundel (52./2:13:15) und Christian Mokros (56./2:15:53) kamen über Rang 13 nicht hinaus.
Die Griesheimer Frauen Leonie Poetsch (14./2:28:10), Martina Maul (16./2:29:16) und Jannicke Abramowski (26./2:35:03), aufgrund einiger Ausfälle als Trio am Start, erkämpften sich den sechsten Platz.












