TuS Handball

31. Oktober 2012
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Wer gedacht hatte, die Partie der Landesligahandballer des TuS gegen Schlusslicht HSG Maintal wäre reine Formsache, musste sich verwundert die Augen reiben.

Lange sah es am vergangenen Sonntag in der heimischen Großsporthalle so aus, als würden die Hausherren untergehen und eine deutliche Niederlage kassieren. Grund war allerdings nicht die Spielstärke der Maintaler, sondern die katastrophale Abwehrleistung der TuSler in der ersten Spielhälfte. Maintal spielte den Ball schnell über alle Positionen, machte Druck auf die Nahtstellen der TuS-Abwehr, bis die Lücke zum Torwurf da war. Die Heimischen zeigten wenig Gegenwehr, agierten ohne Körpereinsatz, ließen die HSG gewähren. Bis zum 7:6 (11. Minute) stimmte zumindest die Angriffsleistung der Griesheimer, aber einige überhastete Aktionen und Ballverluste in der Folgezeit bauten den Gegner auf, der nun mit sechs Treffern in Folge einen 12:7-Vorsprung herausspielte. Durch zwei Zeitstrafen der Heimischen vergrößerte sich der Rückstand auf sieben Tore zum 14:21-Halbzeitstand.
In der Pause gab es logischerweise deutliche Worte vom Trainergespann Carsten Bengs und Rolf König. Zudem wurde die Abwehrformation umgestellt, Tim Patrzalek deckte Maintals Spielmacher Patrick Winter kurz und die Hintermannschaft zeigte sich kämpferisch, so wie es sich für eine Landesligamannschaft gehört. Auch TuS-Keeper Lukas Kolligs steigerte sich deutlich, nachdem er in der ersten Hälfte kaum einen Ball abwehren konnte. Diese Maßnahmen zeigten nun Wirkung, die Aufholjagd begann. Ab der 38. Minute wandelten die Griesheimer einen 18:24-Rückstand mit elf Treffern in Serie in eine 29:24-Führung um. Maintal fügte sich jedoch keineswegs in die drohende Niederlage und kämpfte verbissen. Die Schlussphase verlief äußerst spannend, die Gäste kamen beim 29:30 (55.) noch einmal bedrohlich nahe heran. Die TuS-Jungs hielten dem Druck stand und siegten am Ende auf Grund der deutlichen Leistungssteigerung im zweiten Abschnitt verdient mit 33:31. „Der Mannschaft gebührt ein Lob“ so Trainer Carsten Bengs, „da sie sich trotz einer sehr schwachen ersten Halbzeit am eigenen Schopf aus dem Schlamassel gezogen hat.“
Torschützen: Sven Rinschen (8), Tim Rinschen (8), Benjamin von Stein (4), Jan Eidemüller (4), Patrzalek (3), Malte Just (2), Lars Werkmann (2), Dennis Bork (1)

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