Verbandsliga: Favoritenrolle liegt beim Gast

21. November 2008
von Thomas Zöller

FC Alsbach erwartet in einem weiteren Derby RW Darmstadt – Griesheims Trainer Kolitsch sieht sein Team als Außenseiter – SV 98 II setzt auf Forechecking
Zwei Derbys, zwei knappe Niederlagen, das ist – abgesehen von dem Fakt, dass keines der vergangenen sechs Spiele gewonnen wurde – die jüngste Bilanz des Fußball-Verbandsligisten FC Alsbach. Dabei hatte der derzeitige Tabellensechzehnte Pech, denn die Ergebnisse kamen trotz jeweiliger Führung zustande. Bei Viktoria Griesheim führten die Alsbach mit 3:1 und verloren 3:4, zuletzt hieß nach 2:1-Führung schließlich 2:3 beim SV Darmstadt 98 II. Am Sonntag (Anstoß 14.30 Uhr) folgt gegen Rot-Weiß Darmstadt das nächste Derby.

Stephan Lerch © zoeller-media.net

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„Wir sind ja mittlerweile beinahe gewohnt, nach dem Spiel mit leeren Händen dazustehen, aber nach solchen Spielen gewiss nicht“, meint Alsbachs Trainer Harald Exner. Obwohl sein Team gekämpft und ordentlich gespielt habe, standen jeweils Niederlagen. Das verschärft die Lage im Abstiegskampf. Fünf Punkte sind bis zum ersten Nichtabstiegsplatz aufzuholen, und würde der FCA gegen den favorisierten Tabellenzweiten punkten, wäre das eine Überraschung. „Natürlich sind wir der Favorit“, stellt Rot-Weiß-Trainer Stephan Adam klar. Aber Alsbach sei immer schwer zu spielen, das hätten die Darmstädter beim 0:0 im Hinspiel zu spüren bekommen, und auf dem Hartplatz sei es noch einmal schwieriger. „Aber“, so Adam, „wir müssen in den nächsten drei Partien so viele Punkte wie möglich holen, um in der Winterpause entspannt dazustehen.“

Entspannt kann Viktoria Griesheim die Partie am Sonntag (14.30 Uhr) beim Tabellennachbarn SF Seligenstadt angehen. Sieben Punkte hat die Viktoria aus den vergangenen drei Partien geholt. Damit ist die Mannschaft Tabellensechster. Rainer Kolitsch ist damit sehr zufrieden. „Alles, was wir über die 30 Punkte hinaus bis zur Winterpause einfahren, lässt uns gut dastehen“, sagt der Trainer der Viktoria. Obwohl Seligenstadt nur drei Punkte besser steht als Griesheim, schreibt Kolitsch die Favoritenrolle dem Gegner zu: „Als Mannschaft sind die weiter, hatten zuletzt aber einen kleinen Durchhänger.“

Dass der SV Darmstadt 98 II nicht nur technisch guten Fußball spielen kann, sondern auch kämpferisch einiges zu bieten hat, bewies er gegen Alsbach. So könnte es nach dem Willen von Dirk Wolf in der Partie beim Tabellenletzten SV Somborn am Sonntag (14.45 Uhr) ruhig weiter gehen. „Wir werden mit Forechecking versuchen, Somborn gar nicht erst in unsere Spielhälfte kommen zu lassen. Wenn wir dann erstmal in Führung liegen, können wir aus einer gefestigten Abwehr heraus agieren“, sagt der Trainer. Trotz des 2:0 im Hinspiel und der Tabellensituation unterschätzt Wolf den Gegner nicht: „Das ist eine Truppe, die übers Kämpferische kommt.“

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