In Unterzahl ein 2:2 bei Viktoria Griesheim – FC Alsbach verliert auch sein zweites Heimspiel. Die Siegesserie von Aufsteiger FCA Darmstadt ist vorerst gestoppt: Im Derby der Fußball-Verbandsliga spielten die Arheilger bei Viktoria Griesheim 2:2, führen jedoch weiter die Tabelle an. Rot-Weiß Darmstadt verpasste durch ein 0:0 den angestrebten Sieg beim FC Bensheim. Robin Schreiner parierte in letzter Minute einen Foulelfmeter und sicherte dem SV Darmstadt 98 II damit den Punktgewinn beim 2:2 in Neu-Isenburg. Der FC Alsbach verlor auch sein zweites Heimspiel – 2:4 gegen den neuen Tabellenzweiten Spvgg Oberrad.
Viktoria Griesheim – FCA Darmstadt 2:2 (1:1).
Am Ende überwog die Zufriedenheit: Bei der Viktoria, weil sie dem unbesiegten Spitzenreiter die ersten Punkte abgenommen hatte. Und beim FCA, weil er trotz Unterzahl (Rote Karte für Mohammad Hosseini/34. Minute) ungeschlagen blieb. Die knapp 400 Zuschauer sahen zwei engagierte und kämpferische Mannschaften, die auf Offensive setzten. Dabei hatten die Gäste in der Anfangsphase mehr vom Spiel, während sich die Griesheimer ziemlich weit in die eigene Hälfte zurückzogen. Marius Repp (5.) hatte die erste gute Möglichkeit und leistete dann die Vorarbeit zu Kevin Klöbers Kopfballtor (7.) zur Gästeführung. Riccardo Zocco (18.) hätte erhöhen müssen, scheiterte jedoch am Griesheimer Schlussmann Michael Pauer. Das rächte sich fünf Minuten später: Nachdem die Griesheimer mutiger nach vorne spielten, zog der agile Bayram Caylak aus 20 Metern ab und traf zum Ausgleich. Jean-Marie Starck (30.) und Caylak (33.) scheiterten danach am glänzend parierenden FCA-Schlussmann Marco Reichel. In der 34. Minute fiel Darmstadts Mohammad Hosseini nach einem harmlosen Foul von Starck hin und bekam einen Freistoß. Da er seinen Gegenspieler beleidigte, zeigte ihm Schiedsrichter Stübing die Rote Karte. „Mohammad hat mir glaubhaft versichert, dass er niemanden beleidigt habe“, meinte FCA-Abteilungsleiter Horst Klöber später. „Hätten wir komplett gespielt, hätten wir niemals die Punkte abgeben“. Kevin Klöber (62.) und Caylak (82.) trafen jeweils ein zweites Mal zum letztlich gerechten Endstand.
FC Alsbach – Spvgg Oberrad 2:4 (1:1).
Zweites Heimspiel, zweite Niederlage – während der FC Alsbach in dieser Saison auswärts punktet (zwei Siege in zwei Spielen), klappt es auf eigenem Platz noch nicht. Dabei hatten die Bergsträßer, wie vorletzte Woche gegen den FCA Darmstadt (0:1), Gelegenheiten, die Partie erfolgreicher zu gestalten. Indes: Es mangelte im Abschluss. Nachdem die erste Hälfte ausgeglichen verlaufen war (Tore durch Maximilian Büge/27. für Oberrad und Michael Peter/30. für Alsbach), dominierten die Gastgeber nach dem Wechsel, verpassten laut Sprecher Andreas Rothermel jedoch, die entscheidenden Chancen zu verwerten. Im Gegenzug ließ Büge (56./88.) bei weiteren Möglichkeiten der Gäste nichts aus. „Der Mann fällt im Spiel kaum auf, aber wenn er an den Ball kommt, macht er immer etwas Gutes daraus“, meinte Rothermel. Die Gastgeber konnte durch Dennis Hess (64.) nur verkürzen, zuvor hatte Theofanis Zindros (61.) für Oberrad erhöht. „Wir legen auswärts vor und vermasseln es dann zu Hause“, bedauerte Rothermel. Gelegenheit, erneut vorzulegen, bietet sich den Alsbachern am kommenden Donnerstag in Neu-Isenburg.
Spvgg Neu-Isenburg – SV Darmstadt 98 II 2:2 (1:1).
Aufgrund einer Glanztat von Robin Schreiner durften sich die Darmstädter über drei Punkte freuen: Der Torwart der Achtundneunziger parierte in der 90. Minute einen Foulelfmeter von David Ebobissé und rettete seinem Team damit einen Punkt. Als „verdient“ bezeichnete Neu-Isenburgs Sprecher Detlef Ücker den Spielausgang: „Die Darmstädter haben während der ersten 20 Minuten ziemlichen Druck gemacht. Nachdem wir das überstanden haben, verlief das Spiel ausgeglichen.“ Da beide Defensivreihen überzeugten, spielte sich die Partie meist im Mittelfeld ab. Ali Kandemir (32.) und Marius Döll (52.) brachten die Lilien in Führung, Slobodan Milanovic (36.) und Yannick Seith (55.) glichen aus.
FC Bensheim – RW Darmstadt 0:0.
Eigentlich hatte es ein Sieg werden sollen. „Mit aller Macht und Besessenheit“ sollte seine Mannschaft drei Zähler in Bensheim holen, forderte Trainer Stephan Adam. Doch die Art, wie sich die Mannschaft beim zuvor punktlosen und ersatzgeschwächten FC Bensheim präsentierte, deutete nicht auf Macht oder Besessenheit hin. „Die halbe Mannschaft hat grottenschlecht gekickt“, meinte Darmstadts Sportlicher Leiter Jörg Hettich. Zwar habe seine Mannschaft etwas mehr vom Spiel gehabt, „doch wenn Bensheim bei uns vors Tor kam, war es jedes Mal brandgefährlich“. Einzig Daniel Czerny und Robin Frisch hätten sich vom mäßigen Niveau abgehoben.












