Derby zwischen dem SV 98 II und Griesheim im Zeichen des Kampfs um den Klassenerhalt – Rot-Weiß kann Konkurrenten distanzieren – Alsbach erwartet Jügesheim. Mit vier Siegen in Folge ist Rot-Weiß Darmstadt optimal aus der Winterpause gestartet. Damit hat der Fußball-Verbandsligist nicht nur den zweiten Tabellenplatz, der zur Aufstiegsrelegation berechtigt, zurückerobert, sondern auch die Konkurrenten SF Seligenstadt und SG Bruchköbel distanziert. Mit einem Sieg am Sonntag (Anstoß aller Spiele ist um 15 Uhr) gegen Kickers Obertshausen (derzeit sechs Punkte hinter Darmstadt) hätten die Rot-Weißen den nächsten Rivalen deutlich hinter sich gelassen.
„Im Prinzip ist das Obertshausens letzte Chance, oben dranzu- bleiben“, meint RW-Trainer Stephan Adam. Doch bei neun ausstehenden Spielen – Obertshausen hat sogar zehn Partien zu absolvieren – ist eigentlich noch einiges offen. Aber, so fügt Adam hinzu: „Ich habe zum ersten Mal als Trainer das Gefühl: Jetzt will jeder aufsteigen, von der Nummer eins bis zur Nummer zwanzig. Die Mannschaft spielt nicht nur schönen Fußball, sondern hat auch Tugenden wie Kampf und Einstellung verinnerlicht.“ Und dies sei, wie beim 3:2 bei der Spvgg Griesheim zuletzt, die Grundlage des Erfolgs.
Aufgrund der 1:3-Niederlage im Hinspiel bei Viktoria Griesheim ist Dirk Wolf im Heimspiel am Sonntag auf Revanche aus. „Da haben wir so richtig auf die Nuss bekommen“, erinnert sich der Trainer des SV Darmstadt 98 II. Für die Kontrahenten (beide 30 Zähler) geht es darum, gegen den drohenden Abstieg zu punkten. Das hat zuletzt nicht gut geklappt. Griesheim hat in fünf Spielen nur zwei, Darmstadt in vier Partien vier Punkte geholt. Wolf mag schon gar nicht mehr benennen, wo es bei seiner Mannschaft hakt: „Mich regt auf, dass ich Woche für Woche erzählen muss, dass uns die entscheidenden Prozente für die Verwertung von Torchancen fehlen“. Daran habe die Mannschaft diese Woche gearbeitet.
Das dürfte die Griesheimer besonders interessieren, schließlich ist bei der Viktoria das Torwartproblem noch immer aktuell: Alexander Steinmetz ist im Spiel beim SV 98 II noch gesperrt und darf erst in der darauf folgenden Partie gegen RW Darmstadt wieder ran. So bleibt aktuell Tim Lautenschläger, zweiter Torwart der zweiten Mannschaft, und der wird am Sonntag gefordert sein. „Es nutzt nichts, auf unseren Problemen herumzureiten. Wir müssen zumindest einen Punkt mitnehmen, um nicht weiter unten reinzurutschen“, sagt Trainer Rainer Kolitsch vor dem Derby im Zeichen des Abstiegskampfs.
Der FC Alsbach, der in den vier Spielen nach der Winterpause lediglich drei Punkte verbucht hat und bei 27 Punkten auf Platz 14 weiterhin stark abstiegsgefährdet ist, empfängt am Sonntag die TGM/SV Jügesheim. Die Jügesheimer haben zuletzt beim 5:0 gegen Viktoria Griesheim überzeugt. Nichtsdestotrotz brauchen die Alsbacher in ihrer bedrohlichen Lage jeden Punkt.











