Verbandsliga: Schwächephase ausnutzen

31. Oktober 2008
von Thomas Zöller

RW Darmstadt und Griesheim bei angeschlagenen Gegnern zu Gast – SV 98 II möchte beim Tabellendritten nachlegen, der FC Alsbach seine Heimserie fortsetzen

„Wir können nur bestehen, wenn jeder seine Qualitäten in die Waagschale wirft.“ Mit diesen Worten stimmt Dirk Wolf, Trainer des Fußball-Verbandsligisten SV Darmstadt 98 II, seine Mannschaft auf das Spiel beim Tabellendritten SG Bruchköbel am Sonntag (die Spiele beginnen um 14.30 Uhr) ein. Die Darmstädter sind nach dem 4:0 gegen Bad Vilbel vom vergangenen Wochenende Sechster und wollen nachlegen. „Die Jungs wollen sich nicht geschlagen geben“, berichtet Wolf. Allerdings warnt der Trainer vor dem Gegner: „Bruchköbel hat eine unangenehme Truppe.“

Von einem Punktgewinn des SV 98 in Bruchköbel könnte auch Rot-Weiß Darmstadt profitieren – vorausgesetzt der Tabellenzweite ist am Sonntag beim FV Bad Vilbel selbst erfolgreich.

Rot-Weiß Darmstadt © timmermann.tv

Rot-Weiß Darmstadt © timmermann.tv

Derzeit ist die Mannschaft aus der Heimstättensiedlung zwei Punkte besser als Verfolger Bruchköbel. Allerdings taten sich die Rot-Weißen zuletzt schwer, aus den letzten fünf Spielen resultierte nur ein Sieg. Noch schlechter ist es dem Gegner ergangen: Bad Vilbel hat von den vergangenen acht Spielen sieben verloren. „Diese Schwächephase müssen wir nutzen“, lautet die Marschrichtung von RW-Trainer Stephan Adam, der nach drei Unentschieden „mal wieder einen Dreier einfahren“ möchte. Der Coach glaubt, den Grund für die Durststrecke seines Teams ausgemacht zu haben: „Es ist eine Frage des Selbstvertrauens. Bei Negativerlebnissen verlieren wir schnell den Kopf.“

Mit einem angeschlagenen Gegner bekommt es auch Viktoria Griesheim zu tun: Der FC Bensheim hat seit dem Weggang von Trainer Ferenc Rott aus fünf Spielen nur einen Punkt geholt und ist bis auf Rang 13 zurückgefallen. „Ich denke nach wie vor, dass Bensheim ein gutes Potenzial hat“, ist sich Griesheims Trainer Rainer Kolitsch der Qualitäten des Gegners bewusst. Allerdings will er beim Gastspiel an er Bergstraße „mindestens einen Punkt mitnehmen.“ Dazu muss sich Griesheim aber steigern. Zuletzt beim 0:2 gegen Bruchköbel haperte es vor allem in der Offensive.

Nicht in Tritt kommt der FC Alsbach. So steht derzeit Tabellenplatz 14 zu Buche. Immerhin waren die Alsbacher in den vergangenen vier Heimspielen (zehn Punkte) erfolgreich. Diese Serie möchte der FCA nun am Sonntag gegen den Tabellenvierten Kickers Obertshausen fortsetzen.

Michael Müller-Möscheid

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