Stumpf mit spĂ€ten Griesheimer Treffern â Rot-WeiĂen verlieren im Spitzenspiel â Wolf enttĂ€uscht. Die Meisterschaftsfrage in der FuĂball-Verbandsliga ist geklĂ€rt: Durch einen 1:0-Sieg distanzierte der FSV Frankfurt II Verfolger Rot-WeiĂ Darmstadt entscheidend und ist damit zwei Spiele vor dem Saisonende nicht mehr von Rang eins zu verdrĂ€ngen. Die DarmstĂ€dter haben aktuell fĂŒnf Punkte Vorsprung vor dem Tabellendritten SF Seligenstadt und sollten am kommenden Sonntag durch einen Sieg gegen den FV Bad Vilbel die Teilnahme an der Aufstiegsrelegation perfekt machen. Bad Vilbel besiegte den enttĂ€uschenden SV Darmstadt 98 II mit 2:0 und verschaffte sich damit eine Minimalchance im Kampf um den Klassenerhalt. Der FC Alsbach (4:1 gegen Spvgg Griesheim) und Viktoria Griesheim (2:1 bei SG Bruchköbel) haben in dieser Hinsicht wichtige ZĂ€hler gewonnen, sind jedoch nach derzeitigem Stand noch nicht gesichert.
FSV Frankfurt II â Rot-WeiĂ Darmstadt 1:0 (0:0).
Die Frankfurter hatten erneut einige Spieler aus dem Profikader (unter anderem den TorschĂŒtzen Thomas Sobotzik/81. sowie Fikri El Haj Ali, Matthias Hagner, Jochen Höfler, Georgios Theodoridis, Marc Gallego und Sebastian Göbig) in der Aufstellung. Jenen begegneten die Rot-WeiĂen mit ĂŒbergroĂem Respekt. Von âAngsthasenfuĂballâ sprach Darmstadts Sportlicher Leiter Jörg Hettich sogar. Denn zumindest in der ersten Halbzeit wirkten die GĂ€ste sehr zurĂŒckhaltend, defensiv ausgerichtet und hatten kaum Szenen in Richtung Frankfurter Tor. Stattdessen hĂ€tte der FSV eigentlich bis zur Halbzeitpause fĂŒhren mĂŒssen, allein Fikri El Haj Ali vergab zwei so genannte âhundertprozentigeâ Torchancen. Nach dem Seitenwechsel spielten die Rot-WeiĂen mutiger und es entwickelte sich eine gutklassige, sehenswerte Partie. Younes Bahssou hatte in der 76. Minute die bis dahin gröĂte Möglichkeit fĂŒr die GĂ€ste, sein Schuss landete jedoch ebenso an der Latte wie Florian Funks Kopfball in der 85. Minute. Auch Thomas Scherf (90.) vergab wenige Meter vor dem Frankfurter Tor eine GroĂchance. So gab Sobotziks Treffer letztlich den Ausschlag.
FC Alsbach â Spvgg Griesheim 4:1 (3:0).
Die Gastgeber spielten selbstsicher und taktisch abgeklĂ€rt. Griesheims Spielmacher und MannschaftskapitĂ€n Andreas Kossack hatte gegen Alsbachs Michael Peter kaum etwas zu bestellen. Ebenso wenig Goalgetter Hussain Chandhary, der von AndrĂ© HaĂlinger bewacht wurde. Kossacks Bruder Christian erzielte in der 78. Minute Griesheims einzigen Treffer, âund da wurde die Mannschaft nochmal kurz nervösâ, beschrieb Alsbachs Sprecher Andreas Rothermel. Nachdem Fatih Dilek jedoch fĂŒnf Minuten spĂ€ter mit seinem zweiten Treffer zum Endstand traf, war die Partie gelaufen. RenĂ© Rosenberger hatte erneut die Vorlage zu diesem Treffer gegeben, nachdem er Dilek bereits bei dessen erstem Tor (28.) sowie Jan Zeug (44.) bedient hatte. Beim Treffer zum 2:0 war Zeug geistesgegenwĂ€rtig, eroberte unmittelbar nach dem AnstoĂ der GĂ€ste (der dem 1:0 folgte) den Ball und spielte Alexander KrĂ€mer direkt in den Lauf, der die Gelegenheit erfolgreich verwertete (29.). Durch den Erfolg haben die Alsbacher womöglich einen entscheidenden Schritt in Richtung Klassenerhalt unternommen, rechnerisch gesichert sind sie jedoch nicht.
FV Bad Vilbel â SV Darmstadt 98 II 2:0 (1:0).
Im BemĂŒhen, Punkte fĂŒr den Klassenerhalt zu sammeln, ging Bad Vilbel engagierter zu Werke als die DarmstĂ€dter. âWir hatten vier bis fĂŒnf TotalausfĂ€lle, vor allem auf den SchlĂŒsselpositionen im Mittelfeld, und ich bin ziemlich enttĂ€uschtâ, sprach Darmstadts Trainer Dirk Wolf seinen Unmut aus. Bad Vilbels Treffer erzielten Nuh Uslu (34.) und Zbigniew Sempruch (63.).
SG Bruchköbel â Viktoria Griesheim 1:2 (1:0).
Erneut kam die Viktoria erst gegen Ende des Spiels richtig in Fahrt. Nach der Einwechslung von RenĂ© Koll in der 58. Minute spielten die Griesheimer mit drei Spitzen und setzten sich damit entscheidend durch. Patrick Stumpf (84./88.) erzielte die beiden entscheidenden Treffer zugunsten der GĂ€ste. Bruchköbel, in der ersten Halbzeit die dominierende Mannschaft, lag durch einen Treffer von Sascha Eckhardt (28.) in FĂŒhrung, lieĂ sich aber im spĂ€teren Verlauf teilweise regelrecht vorfĂŒhren.













