Trainer sind sich vor dem Vergleich zwischen den Griesheimern und den Darmstädtern bei der Rollenverteilung einig – Für Alsbach und den SV 98 II sind „Punkte angesagt“. Das Derby in der Fußball-Verbandsliga zwischen Viktoria Griesheim und Rot-Weiß Darmstadt ist für beide Clubs stets etwas Besonderes. Vor allem diesmal, weil am Samstag (Anpfiff ist um 15 Uhr) für beide Teams viel auf dem Spiel steht. Denn während die Gastgeber aus Griesheim im Abstiegskampf jeden Punkt brauchen, möchten die Darmstädter den Aufstiegsrelegationsplatz mit einem Erfolg weiter festigen.
„Wir wollen uns diese gute Position nicht nehmen lassen. Deshalb wollen wir ganz klar einen Derbysieg“, gibt Rot-Weiß-Trainer Stephan Adam als Maßgabe vor. Natürlich sei es ein ganz besonders Spiel, dessen Brisanz zudem darin bestünde, dass einige Spieler schon in beiden Vereinen gespielt hätten – etwa die aktuellen Darmstädter Stefan Palla, Florian Funk und Felix Kalbfleisch oder bei Griesheim Frank Hinze. Einig sind sich Adam und sein Griesheimer Gegenüber Rainer Kolitsch was die Favoritenstellung für das Derby betrifft.
„Natürlich sind wir krasser Außenseiter, und wenn die Rot-Weißen alles abrufen, was sie können, wird’s ganz schwer für uns“, meint zum Beispiel Kolitsch. „Aber“, fügt der Viktoria-Coach hinzu, „wenn die Darmstädter von ihrer Ideallinie abweichen, müssen wir voll da sein. Vielleicht können wir dann eine Überraschung schaffen“.
Am Sonntag (15 Uhr) gastiert der SV Darmstadt 98 II bei der TGM/SV Jügesheim. Die Gastgeber haben zuletzt bei 10:0-Toren dreimal in Folge gewonnen. „Ich habe Riesenrespekt“, meint daher Darmstadts Trainer Dirk Wolf. Für seine Mannschaft sei jedoch „angesagt, dass wir Punkte holen, und das wollen wir tun“.
Dies gilt auch für den FC Alsbach, der zuletzt dreimal verloren hat. „Wir haben uns die Dinger meistens selbst reingemacht“, meint FCA-Trainer Harald Exner zum Zustandekommen der Niederlagen. Da sein Team bei 27 Punkten stark abstiegsgefährdet ist, ist ein Sieg am Sonntag (15 Uhr) beim Tabellenletzten SV Somborn Pflicht. Aus diesem Grund werde Exner eine andere Mannschaft auflaufen lassen als in den zuletzt erfolglosen Spielen: „Es gibt Spieler, die den Fußball nicht unbedingt als Mannschaftssport begreifen, sondern eher Einzelaktionen machen. Die werden deshalb am Sonntag erstmal hinten anstehen“, sagt Exner.











