Das Sportportal – Sport in Hessen

Lokalmatador: Sportnews für Südhessen

Von Aufstiegschance bis Abstiegsangst

Nach dem ersten Saisondrittel in der Verbandsliga lassen sich für die Teams aus dem Fußballbezirk Darmstadt sehr unterschiedliche Zwischenbilanzen ziehen
Das erste Drittel der Saison in der Fußball-Verbandsliga ist vorbei – Zeit für eine Zwischenbilanz: Keine Zweifel an einem äußerst guten Saisonstart gibt es bei Rot-Weiß Darmstadt.

Rot-Weiß Darmstadt

Der Club aus der Heimstädtensiedlung rangiert derzeit auf Tabellenplatz zwei und hat erst am vergangenen Wochenende durch ein 0:1 beim SV Darmstadt 98 II die erste Niederlage der Saison hinnehmen müssen. Damit mussten die Rot-Weißen die Tabellenführung an den punktgleichen FSV Frankfurt II abgeben, und irgendwie merkt man Trainer Stephan Adam an, dass ihn das wurmt: „Bei besserer Chancenverwertung hätten wir das Spiel nicht verlieren müssen. Aber es ist schwer, gleich vier Leistungsträger zu ersetzen“, spricht er eine „kleine Misere“ an. Jene soll am kommenden Sonntag (Anstoß aller Partien ist um 15 Uhr) nicht so sehr ins Gewicht fallen. Denn trotz des recht bescheidenen Saisonstarts warnt Adam vorm kommenden Gegner TGM/SV Jügesheim: „Von den Einzelspielern her verfügt Jügesheim mit über das Beste, was die Liga zu bieten hat.“ Dass daraus auch eine Mannschaft wird, hat zuletzt Interimstrainer Nikolai Adam bewirkt, der sein Team zu sieben Punkten aus den letzten drei Spielen geführt hat. Seit Anfang der Woche ist Dirk Vollmar nach Jügesheim zurückgekehrt. Der frühere Profi des Chemnitzer FC und von Kickers Offenbach war bis zur vorletzten Saison bereits Spieler und Co-Trainer bei den Rodgauern. Zuletzt hat der den Kreisoberligisten SV Kleestadt vom letzten Tabellenplatz bis an die Spitze geführt.

Zwischennotiz Stephan Adam © zoeller-media.net

Zwischennotiz Stephan Adam © zoeller-media.net

Darmstadt 98

Dass nach dem 1:0 gegen Rot-Weiß nach vier sieglosen Spielen mal wieder ein Sieg zu Buche stand, bewirkte beim SV Darmstadt 98 II kollektives Aufatmen. Mit 16 Punkten stehen die Achtundnneunziger derzeit auf Rang sieben, hätten jedoch laut Trainer Dirk Wolf „das Zeug zu mehr“. Würde sich seine Mannschaft immer so ehrgeizig präsentieren wie im Stadtderby, „würden wir in einer Saison nicht mehr als vier oder fünf Spiele verlieren.“ Deshalb fordert der Coach „mehr Konstanz“ in den Leistungen und hofft, dass „meine Jungs“ das ab kommenden Sonntag bei der SG Dornheim umsetzen.

Viktoria Griesheim

Nicht unzufrieden mit dem derzeitigen Tabellenstand ist Viktoria Griesheims Trainer Rainer Kolitsch. Seine Mannschaft holt heute (19 Uhr) bei Aufsteiger Spvgg Neu-Isenburg ein Spiel nach, ehe sie am Sonntag bei Spvgg Oberrad antritt. „Hätten wir vergangene Woche gegen Dornheim gewonnen, würden wir richtig gut dastehen“, sieht Kolitsch im Hinblick auf den derzeitigen neunten Tabellenplatz (15 Punkte) jedoch auch Verbesserungspotenzial. „Vier bis sechs Punkte“ erhofft sich der Coach aus den beiden Partien, denn: „Wenn wir beide vergeigen, wird’s nach hinten eng.“

FC Alsbach

Eng ist es bereits beim FC Alsbach. Zwar hat der derzeitige Tabellen-Dreizehnte nach dem 0:0 bei SF Seligenstadt am vergangenen Sonntag die Abstiegszone einstweilig verlassen, doch ist der Verein von seinem stets selbst gesetzten Saisonziel „im Schnitt eineinhalb Punkte pro Spiel“ bei derzeit zehn Zählern weit entfernt. Für das anstehende Heimspiel gegen den FC Kalbach erwartet Trainer Harald Exner einen ebenso hohen kämpferischen Einsatz wie gegen Seligenstadt. Allerdings plagt Exner – es ist am Alsbacher „Hinkelstein“ beinahe symptomatisch – weiterhin Verletzungspech. Da neben den Leistungsträgern Sascha Wendel, Timo Seitz und Stephan Lerch nun auch noch Arne Horst (studienbedingt) ausfällt, ist es personell eng. „Um aber ernsthaft an den Mittelfeldplätzen zu schnuppern, müssen wir gewinnen“, so Exner.

Michael Müller-Möscheid

Weitere Fußballnews bei mmmda

Zwiebelmeile