Die RSC Darmstadt Damen konnten im gut besetzten Seelandcup in Diessbach leider keinen Punkt gewinnen. Dass es ein starkes Teilnehmerfeld wird, wussten die Krokodilinnen vorher. Sie trafen auf den Deutschen Vizemeister Düsseldorf, den Schweizermeister Diessbach, den Schweizer Cupsieger Montreux und die U20 Nationalmannschaft der Schweiz. Dennoch hätten es ruhig ein, zwei Punkte mehr sein können, wenn nicht die alten Schwächen wieder verstärkt zu Tage getreten wären. Vor allem luden die vielen Fehlpässe die Gegner zu unnötigen Kontern ein und im Torabschluss fehlte die letzte Konsequenz. Bis zum Ligastart ist aber genug Zeit, um die erkannten Probleme zu beseitigen.
Währenddessen konnte Philip Leyer mit der Nationalmannschaft souverän den Titel bei den Herren holen. Er teilte sich das Vorbereitungsturnier zur EM mit seinen Torhüterkollegen Wilk und Glowka. Nach den Eindrücken in Diessbach hat Bundestrainer Sven Steup auf dieser Position ein Luxusproblem. Die europäischen Meisterschaften finden vom 5. bis 11. September in Wuppertal statt.
Beim Damenturnier mussten die Darmstädterinnen gegen den späteren Turniersieger Düsseldorf, der in einer Rumpfbesetzung angereist war, die höchste Niederlage einstecken. Allerdings fehlten auch dem RSC Darmstadt zwei Spielerinnen, die noch im Stau steckten und Interim-Torfrau Natalie Uhl musste sich erst wieder an die Position gewöhnen. 3:11 hieß es am Ende.
Im nächsten Spiel ging es gegen die flinken Diessbacherinnen, die mit ihrem schnellen Spiel eigentlich der schwierigere Gegner waren. Doch Torfrau und Feldspieler konnten sich defensiv steigern, wenn auch erneut zu viele Konter ermöglicht wurden. Tore gelangen dem RSC aber keine, auch aufgrund der guten Schlussfrau der Gastgeber. Endergebnis: 0:6.
Am Ende des Tages wartete schließlich das Team aus Montreux, gegen das man sich am ehesten Chancen ausgerechnet hatte. Doch die Gegnerinnen wirkten bei allen Aktionen deutlich frischer und agiler, hatten allerdings auch ein Spiel weniger in den Knochen. Hier war kein Blumentopf zu gewinnen und im schlechtesten Spiel des RSC hieß es am Ende 0:7.
Sonntagmorgen um 9:00 Uhr ging es dann gegen die U20-Auswahl der Schweiz. Während diese am Samstag spielfrei hatte, mussten die Krokodilinnen drei Spiele wegstecken. Erstaunlicherweise gelang das ganz gut und endlich zeigte das Team zumindest phasenweise, was in ihm steckt. Das Offensiv-System wurde aufgezogen und Chancen wurden erarbeitet. Zwar stand aufgrund der noch zu hohen Fehlerquote wieder eine deutliche Niederlage zu Buche (1:5), aber auch eine Leistung, auf der die Krokodilinnen aufbauen können.
Alles in allem war es ein positives Wochenende mit guten Gegnern und hervorragenden Gastgebern. Die Erkenntnisse aus den Spielen werden in die weitere Saisonvorbereitung einfließen. Dazu gehört auch der gute Einstand von Larissa Heger, die bei ihren ersten langen Einsätzen einen überzeugenden Eindruck hinterlassen hat.










