50 zu 63 Tore, 40 Punkte â das war die Bilanz von Viktoria Griesheim in der vergangenen Saison der FuĂball-Verbandsliga. Damit hatten die Griesheimer erst am vorletzten Spieltag den Klassenerhalt geschafft. Aktuell, vor dem letzten Spieltag vor der Winterpause, hat die Viktoria als Tabellenerster bereits 42 ZĂ€hler bei einem TorverhĂ€ltnis von 46:21 verbucht. Eine beachtliche Bilanz, die noch besser hĂ€tte ausfallen können, wĂ€re aus den letzten drei Partien mehr als ein Punkt heraus gesprungen.
Bei der jĂŒngsten Niederlage am vergangenen Samstag gegen Eintracht Oberursel (0:1) vergab die Elf von Trainer Rainer Kolitsch ein halbes Dutzend guter Torchancen. âUns fehlt der Vollstreckerâ, meint Kolitsch zur aktuellen Lage und baut darauf, dass sein bisher erfolgreichster TorschĂŒtze Patrick Stumpf (16 Treffer) nach mehrwöchiger Verletzungspause im Spitzenspiel beim FCA Darmstadt (Samstag, 14 Uhr) wieder einsatzfĂ€hig ist. Auch Adam Michalczenia (5) soll wieder von Anfang an auflaufen. Fraglich ist dagegen der Einsatz von Bayram Caylak (7), der berufliche Verpflichtungen hat.
âWenn man gegen Oberursel verliert, kann man nicht alles richtig gemacht habenâ, so Kolitsch selbstkritisch. Andererseits wurde vergangene Woche ein GerĂŒcht kolportiert, welches eine weitere Dimension eröffnet: Nach der unerwartet guten Serie der Viktoria gingen die etatisierten Mittel fĂŒr Sieg- und PunktprĂ€mien aus, was sich auf die Moral der Spieler auswirke. Es gebe zudem Anzeichen, dass Spieler zur Winterpause gehen wollten. âDavon weiĂ ich nichtsâ, sagt Kolitsch, âwas die Einstellung im Training angeht, kann ich auf jeden Fall nichts bemĂ€ngeln.â
Wenn Spieler den Verein verlassen wollten, âklĂ€ren wir das in der Winterpause.â Dies sei ein normaler Prozess, in welchem den Griesheimern in der laufenden Saison bereits vier Spieler (Dominik Schwab, Daniel Gerisch, Marc Wagner und Philipp Zimmer) abgegangen seien, jedoch aus sportlichen GrĂŒnden. âDa es gut lief, kamen sie nicht zum Zug. Dass Spieler deshalb weg gehen wollen, damit muss man rechnenâ, erklĂ€rt Kolitsch. Sollte Personal in der Winterpause gehen, âwerden wir nachbessern. Wir wollen auf jeden Fall um die Meisterschaft mitspielen.â
Ein klares Dementi gab es auch seitens des Spielausschussvorsitzenden der Viktoria, Uwe Krichbaum: âDas GerĂŒcht entspricht nicht den Tatsachen. Es gibt sicher Vereine, die mehr von sich erwartet hatten und jetzt nicht damit klarkommen, dass es bei uns so gut lĂ€uft. Da ist so etwas schnell daher gesagt.â
Sportlich lief es auch bei Gegner FCA Darmstadt zuletzt nicht rund. âUnsere Generalprobe ist nicht gelungenâ, meint Trainer Richard Hasa im RĂŒckblick auf das magere 1:1 beim Tabellenletzten SG Anspach. FĂŒr die Partie gegen Griesheim setzt Hasa allerdings auf Sieg: âWir wollen zeigen, dass wir da oben hin gehören.â Sollten die Arheilger gewinnen, wĂ€ren sie punktgleich mit Griesheim.
Lachender Dritter könnte dann Rot-WeiĂ Darmstadt sein. Der Club aus der HeimstĂ€dtensiedlung könnte, mindestens ein Unentschieden gegen den FC Bensheim (Sonntag, 14 Uhr) voraus gesetzt, die TabellenfĂŒhrung ĂŒbernehmen. Dies interessiert Trainer Stephan Adam jedoch nur peripher: âWir wollen vor allem unser letztes Spiel in diesem Jahr gewinnen. Es wĂ€re der neunte Sieg in Folge. Sollte es nicht mit der TabellenfĂŒhrung klappen, holen wir sie uns im neuen Jahr.â
Von diesen Regionen sind der FC Alsbach und SV Darmstadt 98 II ein gutes StĂŒck entfernt. Die Alsbacher gastieren am Sonntag bei Spvgg Oberrad, wĂ€hrend die Achtundneunziger nach vier AuswĂ€rtsspielen in Folge gegen die Spvgg Neu-Isenburg wieder einmal auf eigenem Platz spielen dĂŒrfen.










