Nichts anderes als der Klassenerhalt steht beim SV Darmstadt 98 II auf dem Programm. Der FuĂball-Verbandsligist hat in seinen letzten sieben Spielen vor der Winterpause lediglich drei Punkte geholt und ist damit bis auf Tabellenplatz 13 abgerutscht, derzeit einen Punkt vom Abstiegs-Relegationsplatz entfernt. âDer Klassenerhalt wird viel schwieriger zu erreichen sein als in der vorigen Saisonâ, meint Trainer Dirk Wolf, wobei die Lilien-Reserve auch da erst vier Spieltage vor dem Saisonende den Nichtabstieg perfekt gemacht hatte â durch einen 3:1-Sieg gegen den spĂ€teren Meister und Hessenliga-Aufsteiger FSV Frankfurt II.
Es ist bezeichnend fĂŒr die U 23 des SV 98, dass sie in Spielen gegen Spitzenmannschaften oft ĂŒberraschend gut abschneidet, wĂ€hrend sie sich gegen kompakt und am Tabellenende stehende Mannschaften schwer tut. âWir machen immer Druck und laufen dann gegen Gegner, die nur hinten drin stehen, in entscheidende Konterâ, macht Wolf den Grund fĂŒr die Misere aus. Bei Mannschaften, die mitspielen, ergeben sich eher Chancen zum Torerfolg. In der aktuellen Saison mussten das unter anderem der aktuelle Spitzenreiter Rot-WeiĂ Darmstadt (1:2), die vor der Saison hoch gehandelte SG Bruchköbel (1:5) oder die in dieser Runde erstarkte und auf Rang sechs stehende Mannschaft des FV Bad Vilbel (2:4, 0:1) spĂŒren. âMehr Kompaktheitâ lautet daher Wolfs Credo schlechthin. Und dies soll einerseits durch die weitere Förderung des durchaus talentierten Spielerstamms, andererseits durch den Einbau neuer, beziehungsweise alter StĂŒtzen in die Mannschaft erfolgen: Silas Rauschmayr und AndrĂ© Santner kehrten in der Winterpause zum SV Darmstadt zurĂŒck und sollen wichtige StĂŒtzen bei der Konsolidierung der Mannschaft sein. Santner (21 Jahre) war in der vergangenen Saison KapitĂ€n der U 23, Rauschmayr (22) etablierte sich auf der rechten AuĂenbahn und schaffte den Sprung in die Regionalliga-Mannschaft. Nachdem beide im Sommer vergangenen Jahres zum Gruppenligisten Eintracht Wald-Michelbach wechselten, kehren sie nun ans Böllenfalltor zurĂŒck. Der Dritte im Bunde der NeuzugĂ€nge ist Florian Holzbrecher. Der 24âjĂ€hrige spielte zuletzt beim Kölner Landesligisten SC West und soll wie Santner die Defensive der Lilien verstĂ€rken. Beinahe kurios ist, wie Wolf an den Verteidiger kam: âEr absolviert derzeit ein Praktikum auf unserer GeschĂ€ftsstelle. Ich lud ihn einfach mal ins Training ein, schaute ihn mir zwei, dreimal an und war ĂŒberzeugt: der kann uns weiterhelfen.â
Den drei NeuzugĂ€ngen stehen sechs AbgĂ€nge gegenĂŒber: Shahrokh Azmani, Daniel Bruckmann, Yildiz Diyar, Goran Koturic, Simon Marinescu und Robin Schreiner (alle Ziel unbekannt). Durch den Weggang Schreiners (der Verein trennte sich nach einem Ausraster wĂ€hrend der DarmstĂ€dter Hallen-Stadtmeisterschaften im Januar von ihm) steht nur noch Paul Jivan als Torwart zur VerfĂŒgung. âEr wird Spielpraxis bekommen und seine Sache ordentlich machenâ, ist sich Wolf sicher. Zudem besteht die Möglichkeit, von den drei TorhĂŒtern der A-Jugend bei Bedarf einen auszuleihen.
Das einzige Testspiel, das die Achtundneunziger wÀhrend der Winterpause bisher absolviert haben, endete mit einem 5:0-Sieg gegen den Kreisoberligisten SV Niederursel. Weitere Tests sind gegen SV Hahn (A-Liga) und TV Hausen (B-Liga) geplant.










