Zwei Spiele, zwei Niederlagen für den RSC

3. März 2010
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Am Wochenende absolvierte der RSC in der Relegationsrunde zwei Spiele und musste beide Male als Verlierer das Eis verlassen. Zunächst stand am Samstag die Reise nach Bergisch-Gladbach auf dem Spielplan. Beim dortigen ESV ging der RSC von vornherein als Außenseiter aufs Eis. Am Ende verloren die Crocodiles verdientermaßen, dennoch unnötigerweise mit 4:10 (0:2/4:4/0:4) Toren. Der Hauptgrund für diese Niederlage war ein sehr schlechtes Überzahlspiel der Darmstädter, vor allem im 1. Drittel bestand bei fünfmaliger Überzahl die Möglichkeit, dem keineswegs übermächtigen Gegner ein Bein zu stellen. Leider wurde bei diesen Situationen das gegnerische Tor wenig bis kaum in Gefahr gebracht. Und wenn der Puck doch einmal seinen Weg Richtung Tor fand, so hatte der ESV-Torwart wenig Mühe, diese Schüsse abzuwehren. Dazu kam an diesem Tag noch eine sehr schlechte Defensivarbeit der Stürmer, mit der Folge, dass sich die Abwehrspieler und Torhüter des RSC oftmals einer Übermacht an Gegnern gegenübersahen. Nachdem die Gastgeber die ersten beiden Unterzahlspiele schadlos überstanden hatten, nutzten sie innerhalb kürzester Zeit zweimal eine schlechte Abwehrarbeit und erzielten in der 6. und 7. Minute die Treffer zur 2:0 Pausenführung. Der RSC hatte zwar auch einige Möglichkeiten, aber diese wurden wie so oft fahrlässig und unkonzentriert vergeben. Im zweiten Spielabschnitt wurde den Zuschauern eine wechselhafte Torfolge geboten. Erst verkürzte Max Dörr (21.) für den RSC, dann traf der Gastgeber zum 3:1, ehe Marcel Gaitantzis (26.) wiederum verkürzen konnte. Anschließend war der ESV dran und erhöht innerhalb einer Minute (31./32.) auf 5:2. Nun waren wieder die Darmstädter durch Chris Punga (32.) an der Reihe, bevor Bergisch-Gladbach in Überzahl den sechsten Treffer markieren konnte. Dann folgte das schönste Tor des Abends durch Marcel Gaitantzis, er startete mit dem Puck im eigenen Drittel und umkurvte Freund und Feind, um die Scheibe am Ende noch am Torwart vorbei zum 4:6 zu versenken. Aus der Pause kommend wollte der RSC nochmals die Möglichkeit auf einen Punktgewinn nutzten, nur ging leider die Ordnung im letzten Spielabschnitt vollständig verloren und Torwart Ilja Doroschenko- er hatte Matthias Fach nach 31 Spielminuten abgelöst – musste noch Schwerstarbeit leisten, damit es nicht noch eine höhere Niederlage geben sollte. So konnte er in der 53. Spielminute einen Penalty abwehren, aber zu diesem Zeitpunkt war die Begegnung bei Zwischenstand von 9:4 für die Gastgeber längst entschieden.

Auch im Sonntagsspiel gegen den Herforder EV ging der RSC ohne Punktgewinn in die Kabine. Wiederum war das sehr schwache Überzahlspiel ein entscheidender Grund für die bittere Niederlage. In einem Kampfspiel starten die spielerisch besseren Gäste aus Herford sofort druckvoll und RSC-Torwart Ilja Doroschenko musste gleich seine beste Seite zeigen, um einen Rückstand zu verhindern. In der 12. Spielminute ging der RSC durch einen Treffer von Marcel Gaitantzis dann etwas glücklich in Führung. Nach Vorarbeit durch Volkan Toptaner und Marcel Schaary überwand er Kai Frenzel im Herforder Gehäuse zum 1:0. Mit Beginn des 2. Drittels erhöhte der Tabellenzweite aus Herford das Tempo und hatte nun noch mehr Tormöglichkeiten, was zur Folge hatte, dass der HEV durch zwei Treffer von Gordon Nickel (22./24.) den Rückstand in eine Führung umwandeln konnte. Zwar markierte Max Dörr (26.) den Ausgleich für Darmstadt, aber die Gäste waren nun am Drücker und durften sich in der 30. Spielminute erneut über einen Treffer durch Patrick Preuße freuen. Doch auch diese Führung konnte der RSC ausgleichen, und wiederum Max Dörr (38.) traf zum 3:3. Den letzten Spielabschnitt begann der RSC in Überzahl, aber wie bereits am Samstag in Bergisch-Gladbach war das Spiel mit einem oder sogar zwei Spielern mehr insgesamt zu harmlos. Insgesamt siebenmal durfte der RSC im 3. Drittel erfolglos in Überzahl agieren. Es wurde zu ungenau und zu langsam gepasst, um die Freiräume erfolgreich nutzen zu können. Und die Schüsse auf das HEV-Tor strahlten wenig Gefahr aus, zumal der Torwart sehr oft freie Sicht auf den Schützen hatte. Stattdessen nutzten die Herforder in Unterzahl einen Fehler der Darmstädter zum letztendlich entscheidenden Treffer durch Norbert Dannemanis (44.). In der Folge hatte der RSC Darmstadt immer wieder die Möglichkeit, in Überzahl den Ausgleich zu erzielen, allerdings ohne Erfolg. Drei Minuten vor Ende durfte der RSC in doppelter Überzahl spielen, und Trainer Lindenzweig nahm seinen Torwart Ilja Doroschenko vom Eis, um mit 6 gegen 3 Feldspieler den 4:4 Ausgleich zu erzielen. Aber Lars Morawitz im HEV-Tor rechtfertigte nun seine Einwechselung mit einigen guten Paraden und einer Glanzparade Sekunden vor Spielende, als er einen Schuss von Chris Punga mit der Fanghand parieren konnte. So endete das vorletzte Heimspiel mit einer 3:4 (1:0/2:3/0:1) Niederlage für den RSC Darmstadt. Die Darmstädter zeigten in beiden Spielen eine ordentliche Leistung und hätten sicherlich einige Punkte gewinnen können, um sich vom Tabellenende zu verabschieden. Doch im heutigen Eishockey ist das Ausnutzen von Überzahlspielen ein Schlüssel zum Erfolg, und dies konnte der RSC an diesem Wochenende nicht nutzten.

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